Tobias Kreckel: „Wir haben richtig viel Bock auf Squash!“

(LJ) Darmstadt – Tobias Kreckel (33) ist Wirtschaftsingenieur aus Hofheim und zu dieser Saison erstmals in den Ligaspielbetrieb des Hessischen Squash Verbandes e.V. (HSQV) mit einer komplett neuformierten vierten Mannschaft des 1. Darmstädter SC 1979 gestartet. Der DSQV hat Kreckel, der mit seinem Team in der Bezirksliga Herren Nord spielt, ausführlich interviewt.

Tobias Kreckel (li) ist mit seiner neu gegründeten Mannschaft erstmals im Ligaspielbetrieb des Hessischen Squash Verbandes e.V. (HSQV) dabei – Bild (Archiv): 1. Darmstädter SC 1979

Hallo, Tobias. Super, dass du Zeit und Lust auf ein DSQV-Interview hast. Du bist jetzt gerade neu in den organisierten Squashsport eingestiegen und bist derzeit die Nr. 1 deiner zu dieser Saison neu ins Leben gerufenen 4. Mannschaft des 1. Darmstädter SC 1979. Ihr spielt in der Bezirksliga Herren Nord. Kannst du deine Mannschaft einmal vorstellen und auch erzählen, wie es zu eurer Gründung kam?

Das Zusammenfinden unserer Mannschaft war mehr oder weniger Zufall: Der Ursprung liegt im Racketlon, dem ich seit über drei Jahren mit den BSG Racketeers in Gießen nachgehe. Dabei wurde ich auch auf Squash aufmerksam. Da ich mittlerweile in der Nähe von Darmstadt lebe, wurde mir das Fahren nach Gießen auf Dauer etwas viel. Auch zu Studienzeiten habe ich öfters hier in Darmstadt gespielt, sodass ich die Anlage Sports Up hier schon von früher kannte. In Darmstadt habe ich mich dann mit einem Arbeitskollegen verabredet und so ergab es sich dann, dass wir immer mehr Gefallen am Squash fanden. Weitere Freunde von uns gesellten sich dazu und schnell wurde man beim 1. Darmstädter SC 1979 auf uns aufmerksam, wo wir auf weitere Interessierte trafen. Rainer Feldmann, der auch schon Deutsche Ranglistenturniere der Damen und Herren organisiert hat, kümmert sich als Mannschaftsführer vorbildlich um uns und hat maßgeblichen Anteil an unserer Integration in den Verein. Mittlerweile hat sich ein fester Stamm von sieben Personen entwickelt, die den Kern unserer Mannschaft bilden. Wir sind alle große Racketsportfans und merken bei jedem Training, wie viel Spaß das Ganze macht. Auch DSQV-Bundeshonorartrainer Thomas Hahn hier direkt aus Darmstadt kam auf uns zu und meinte: „Macht doch im Verein mit!“. Wir stehen noch ganz am Anfang, lieben den Wettkampf auf dem Court, haben alle auch die erforderlichen Schiedsrichterkurse abgelegt und haben richtig viel Bock auf Squash!

Das hört sich sehr gut an. Wie oft trainiert ihr, sofern es unter den aktuellen Gegebenheiten möglich ist?

Im Schnitt sind wir dreimal pro Woche auf dem Court zu finden. Dabei stehen dann Übungen und auch viel freies Spielen auf dem Plan. Manchmal spielen wir auch am Wochenende, was zum Glück in unserer Anlage unter Einhaltung der Hygienekonzepte aktuell zulässig ist. Wir wollen richtig Gas geben und es ist super zu sehen, wie schnell man im Squash sich weiterentwickeln kann!

Was sind deiner Meinung nach weitere Gründe, warum Squash so schön ist?

Wir mögen es alle, dass die Ballwechsel mal kurz, mal ultralang sein können. Auch die physische Komponente gepaart mit taktischem Geschick ist sehr reizvoll. Es ist toll, wie schnell man sich verbessern und sich immer wieder neue Ziele setzen kann, wie der Trainingsfleiß einen belohnt! Im Mannschaftsspielbetrieb ist jeder einzelne Punkt wichtig, wenn es mal unentschieden zwischen beiden Teams steht. Das hat man auch nicht überall! Da darf sich keiner hängen lassen oder Punkte abschenken.

Was würdest du Personen raten, die auch überlegen, in einen Squashverein einzutreten? Worin siehst du genau die Vorteile im Vergleich zum unorganisierten Sport? Was hat euch letztlich bewogen, den Schritt in den organisierten Vereinssport zu gehen?

Keiner aus unserer Mannschaft hatte bisher feste Termine zum Squashen. Es waren immer nur lose Verabredungen. Der Nichtverbindlichkeitscharakter hat uns letztlich gestört. Wir brauchten es, in die Pflicht genommen zu werden, denn sonst kannst du Ziele nur sehr schwer erreichen. Von daher war für uns mit dem fixen Trainingstermin sehr geholfen. „Man müsste mal trainieren“ bringt bekanntlich nichts. Ausreden gibt es genug, aber bringen dich letztlich nicht zur Bewegung. Im Verein hast du mit deinem Team Erfolg, baust eine soziale Bindung auf, kannst mit deiner Mannschaft am regulären Spielbetrieb teilnehmen und dich mit anderen Teams messen.

Plant ihr in Zukunft auch an Turnieren teilzunehmen, sobald sie wieder starten nach der Corona-Pandemie?

Klar, auf jeden Fall. Das sind bestimmt weitere coole Wochenenden, es ist absolut nicht ausgeschlossen. Nach dem ganzen Training wollen wir natürlich wissen, wo wir stehen.

Wie ist denn die Situation aktuell bei euch vor Ort bzgl. Training in der COVID-19-Pandemie?

Unser Center Sports Up hat aktuell geöffnet. Unter Coronaauflagen können wir privat spielen. Die Liga ist derzeit ausgesetzt. Es ist jedoch noch unklar, wann es wieder weitergehen kann. Wir sind optimistisch und schon voller Vorfreude, wenn es wieder mit dem regulären Spielbetrieb weitergehen kann!

Vielen Dank für deine Zeit des Interviews, Tobias. Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg bei allen anstehenden Aufgaben!

Gerne, kein Problem. Super, dass ihr uns interviewt habt. Das haben wir in anderen Sportarten auch noch nicht mitbekommen. Toll, dass hier der Breitensport neben dem Leistungssport auftreten kann.

 

Das Interview führte Lennard Jessen für den DSQV.

 

 

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