Fynn Schuck startet morgen auf seinem ersten Weltranglistenturnier

Hamburg Fynn Schuck (17): „Ich bin sehr motiviert, ehrgeizig und möchte meinen Traum wahr werden lassen und nun auf Weltranglistenturnieren der PSA (Professional Squash Association) starten. Natürlich zuerst im Closed Satellite Bereich vor allem im Juniorenbereich“, sagt Schuck, der jetzt in Kürze seine Fachhochschulreife ablegen und parallel zu den Weltranglistenturnieren eine Ausbildung im Hamburger Sportwerk aufnehmen wird. Zum Squash gekommen ist er Anfang 2014 durch einen Schulfreund und ist seitdem von dem Sport äußerst elektrisiert und fasziniert. Er ist amtierender Norddeutscher Vizemeister U19 und Hamburg/Schleswig-Holsteinischer Jugendmeister U19. Im DSQV-Interview nimmt er Stellung zu seinem PSA-Start, den damit verbundenen Trainingsanpassungen, seinen Saisonzielen und noch vielem mehr.

Fynn Schuck startet morgen in sein erstes Weltranglistenturnier – Bild: HHSV e.V.

Hallo, Fynn. Schön, dass du Zeit für dieses Interview hast. Du hast mir von deinem Vorhaben selbst erzählt, als ich dich auf ein lokales Turnier aufmerksam machte und du sagtest dann, dass du auf einem Weltranglistenturnier in England bist. Morgen beginnt dein Start bei den Bromley Tennis and Squash Club Open (1.000 US-Dollar Gesamtpreisgeld) im englischen Kent. Wie bist du dazu gekommen, nun auf der PSA starten zu wollen?

Ich bin sehr motiviert und habe sehr viel Ehrgeiz, den ich in hartes Training stecken möchte und will meinen Traum leben und dafür meine Zeit investieren und arbeiten. Natürlich werde ich zunächst auf den Closed Satellite Turnieren vorwiegend bei den Junior-Turnieren starten. Fest eingeplant habe ich u.a. die British Junior Open, wo auch Weltranglistenpunkte vergeben werden. Ich bin zwar bisher nicht in den TOP-Plätzen meiner Altersgruppe in Deutschland, bin aber fest davon überzeugt, dass ich trotzdem etwas erreichen kann. Um weiter zu kommen, werde ich unter anderem deutlich härter und intensiver trainieren.

Du beginnst in Kürze eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement. Wie schaffst du es, dies mit dem Training für deine Weltranglistenturniere zu vereinbaren?

Ich habe das große Glück, dass ich hier im Sportwerk Hamburg ideale Bedingungen vorfinde und ich werde bestens unterstützt. Die Ausbildung, die direkt hier im Sportwerk stattfindet, soll neben den PSA-Turnieren mein zweites Standbein sein.

Wie sieht dein Training aus? Inwiefern hast du das auf die Weltranglistenturniere bereits angepasst?

Ich trainiere derzeit sechs Mal die Woche zweimal am Tag mit einem Ruhetag. Vormittags steht vermehrt Kondition, also vor allem Kraft, Schnellkraft, Koordination, Beweglichkeit und Ausdauer auf dem Plan. Nachmittags habe ich dann entsprechend mehr technische und taktische Einheiten. Mit Bart Wijnhoven und Kai Rixen als die beiden Landestrainer von Hamburg und Schleswig-Holstein habe ich auch sehr gute erfahrene Trainer. Zudem haben wir hier im Sportwerk mit den vielen Bundesligaspielern sehr viele starke und gute Trainingspartner.

Du spielst ab der neuen Saison für Sportwerk Hamburg. In welcher Mannschaft wirst du hauptsächlich spielen und was sind hier deine Ziele?

Ich werde nach aktuellem Stand in der Oberligamannschaft an Position 1 antreten und soll in unserer zweiten Bundesligamannschaft einige Einsätze bekommen.

Wer ist dein Vorbild?

Das ist ganz klar Miguel Angel Rodriguez. Er ist ein extrem fitter und ehrgeiziger Spieler und hat gerade mit dem Gewinn der British Open deutlich gezeigt, was er draufhat.

Zu guter Letzt: Was hast du dir insgesamt vorgenommen für die kommende Saison, sowohl international und auch national?

In der Deutschen Rangliste der Herren möchte ich in die TOP20 am Ende der Saison kommen. In der Jugend möchte ich in die TOP5 bei den kommenden Deutschen Jugendeinzelmeisterschaften. International möchte ich so viele Junioren- und Closed Satellite-Turniere spielen wie möglich, um möglichst schnell zu den ersten Turnieren mit 5.000 US-Dollar-Gesamtpreisgeld fahren zu können.

Danke dir für deine Zeit, Fynn. Viel Erfolg weiterhin bei allen anstehenden Aufgaben.

Danke.

 

Das Interview führte Lennard Jessen für den DSQV.

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