Simon Rösner im DSQV-Interview

Simon Rösner (WRL 8, Paderborner SC) gab heute bekannt, dass er bei den anstehenden Deutschen Einzelmeisterschaften (DEM) vom 15. bis 18. Februar in Hamburg nicht starten wird. Der World Games Gewinner des Jahres 2017 und Gewinner des Tournament of Champions 2018 erläutert dies im DSQV-Interview, wo er auch einen Bericht zu seiner aktuellen Saison abgibt, seine Favoriten bei den Damen und bei den Herren für die anstehende DEM nennt und etwas zur Deutschen Nationalmannschaft im Rahmen der Fragen des DSQV erzählt. Mit dem Klick auf weiterlesen kann herausgefunden werden, was der elfmalige Deutsche Einzelmeister im Interview mit dem DSQV zu sagen hat.

Simon Rösner (hier beim PSA-Interview) stellte sich jetzt den Fragen des DSQV – Bild: DSQV e.V.

Hallo Simon, schön, dass du dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Du hast 2017 Gold bei den World Games in Breslau geholt und das Silberne Lorbeerblatt vom Bundespräsidenten erhalten. Außerdem hast du vor Kurzem als erster Deutscher ein World Series Turnier gewonnen. Wie bewertest du deine aktuelle Situation?

Viel besser kann es aktuell nicht laufen. Mit meinem ersten Halbfinaleinzug in Qatar und den Siegen gegen Karim Abdel Gawad und Marwan Elshorbagy hat sich bei mir meiner Meinung nach ein Schalter im Kopf umgelegt. In New York letzte Woche konnte ich diese Entwicklung bestätigen. Ich konnte alles umsetzen, was ich mir vorgenommen habe.

Du hast heute auf deiner Facebook-Seite veröffentlicht, dass du nicht bei den anstehenden DEM dabei sein wirst. Kannst du dem Squashfan, der kein Facebook hat, kurz nochmal darlegen, wie du zu dieser Entscheidung gekommen bist?

Mit mittlerweile 30 Jahren und immer höherem Turnieraufwand musst du irgendwann beginnen, auf deinen Körper zu hören. Ich habe in den nächsten Wochen einen extremen Turnieraufwand vor mir und da musste ich mich leider gegen die Teilnahme der DEM entscheiden, da mein Fokus auf den großen internationalen Turnieren liegt. Ich bin in Kürze bei den UCS Swedish Open vom 8. – 11. Februar und vom 22. bis 28. Februar bei den Windy City Open in Chicago, sodass es zeitlich zu eng wird. Da ich international noch weiterkommen möchte als bisher, dauern die Turniere erfahrungsgemäß länger und mein Körper hat höhere Belastungen. Die Entscheidung war für mich nicht leicht und ich wünsche allen eine tolle Meisterschaft an der Elbe.

Wen siehst du persönlich als Favoriten bei den Damen und Herren?

Das ist nicht einfach für mich zu beurteilen. Bei den Damen erwarte ich ein offenes Rennen, ich könnte mir aber vorstellen, dass Sina Kandra Vorteile hat. Bei den Herren denke ich, dass mein Mannschaftskollege Raphael Kandra in der Favoritenrolle sein wird.

Du bist seit Jahren feste Größe in der Herren-Nationalmannschaft.

Was macht es besonders im deutschen Team zu spielen?

Wir haben eine super Harmonie und eine sehr gute Stimmung. Jeder fühlt sich wohl und daraus resultieren dann auch gute Ergebnisse. Jeder hängt sich immer voll rein und gibt alles für das Team.

Danke dir für das Interview, Simon. Dir weiterhin viel Erfolg bei allen Aufgaben.

Kein Problem, gerne.

 

Das Interview führte Lennard Jessen für den DSQV.

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