Einzel EM mit durchwachsenen deutschen Ergebnissen
- 22.08.2026, 17:31
- Von: Lennard Jessen
Budapest - Die Einzel-Europameisterschaft für Damen und Herren im ungarischen Budapest (19. bis 22. August) geht aus deutscher Sicht mit durchwachsenen Ergebnissen zu Ende. Beste deutsche Ergebnisse waren Maya Weishar (TSC Heuchelhof) auf Rang 14 bei den Damen und Raphael Kandra (Paderborner SC) auf Platz 11 bei den Herren. Tinne Gilis (BEL, WRL 9) und Victor Crouin (FRA, WRL 6) verteidigten die EM-Titel aus dem Vorjahr.
Kandra verpasst Setzung
Der aktuelle Deutsche Vize-Einzelmeister Raphael Kandra (Paderborner SC, WRL 44) startete in Budapest an Position 5 bis 8 gesetzt. Nach Erstrundenfreilos gewann er klar gegen den jungen Spanier Marc Altarriba, ehe die 2:3 Niederlage nach zuvor 2:1 Satzführung gegen den Tschechen Jakub Solnicky (WRL 156) das Ausscheiden aus dem Hauptfeld bedeutete und Kandra so seine Setzposition 5 – 8 verfehlte. Auch der WRL-66. David Bernet aus der Schweiz war im Anschluss der bessere Spieler (1:3) und Kandra kam durch die Siege über den Finnen Henrik Mustonen (3:1) und den Franzosen Edwin Clain (2:1, auf zwei Gewinnsätze verkürzt) am Ende auf Rang 11 in dem 53 Spieler umfassenden Feld als bester Deutscher ins Ziel.
Weishar, Beinhard und Rapp erreichen Setzfenster
Der aktuelle Deutsche Einzelmeister Valentin Rapp (Sport-Insel Stuttgart, WRL 259, Setzung: 17/32) erwischte zunächst einen guten Start, als er den Ungar Barnabás Sáli in drei Durchgängen zügig besiegte. Doch danach geriet Sand ins Getriebe und es folgten gegen Henrik Mustonen (1:3, FIN), Benedek Takacs (0:3, HUN) und Sebastian Hylland (1:3, NOR) drei Niederlagen in Serie. Nach einem weiteren Freilos siegte Rapp im letzten Platzierungsmatch mit 3:0 gegen Bruno Gomes (POR) und wird 29. im Gesamtklassement.
Maya Weishar (TSC Heuchelhof, WRL 126) startete mit einem Freilos an Position 9/16 gesetzt in das Feld der 43 Damen in Budapest. Ein Dreisatzsieg über Catarina Nunes (POR) ließ die junge deutsche Nationalspielerin ins Achtelfinale einziehen, wo sich die an Position 3/4 gesetzte Ukrainerin Alina Bushma (WRL 48) als zu hohe Hürde erwies und Weishar klar 0:3 verlor. Im Anschluss musste sich die derzeitige Deutsche Vize-Einzelmeisterin auch gegen die ebenfalls mit einer 9/16 Setzung gestartete Kroatin Franka Vidovic (1:3) geschlagen geben, ehe sie im deutsch-deutschen Duell gegen Saskia Beinhard in der Wiederauflage des Finalspiels der Deutschen Einzelmeisterschaften 2026 in fünf Sätzen gewann. Beinhard musste dabei im fünften Durchgang verletzungsbedingt aufgeben. Das letzte Match gegen die Tschechin Karolina Sramkova verlor Weishar am Ende klar 0:3 und wird so 14.
Saskia Beinhard (Paderborner SC, WRL 80) zog wie Weishar durch Erstrundenfreilos und im Anschluss einen Sieg in die Runde der besten 16 Spielerinnen ein: Beinhard gewann gegen Gabriella Csókási (3:0, HUN). In den weiteren Matches gegen Noa Romero (1:3, ESP, WRL 101) und Ambre Allinckx (2:3, SUI, WRL 93) sowie gegen Weishar (verletzungsbedingte Aufgabe in Satz 5 durch Beinhard) unterlag die aktuelle Deutsche Einzelmeisterin jeweils gegen Spielerinnen, die in der Weltrangliste hinter ihr platziert sind. Das letzte Spiel fand freilosbedingt nicht mehr statt, sodass Beinhard Platz 15 belegt.
Fazit von Bundestrainer Simon Rösner
„Durch die Siege von Raphael und Valentin am letzten Turniertag gab es zumindest einen einigermaßen positiven Abschluss. In der Summe ist das jedoch kein Turnier, womit man zufrieden sein kann. Wir müssen gewisse Dinge auch hinterfragen, woran es gelegen hat. Es gilt nun, dass wir im europäischen Vergleich wieder besser werden!“, zog Bundestrainer Simon Rösner ein durchwachsenes EM-Fazit aus deutscher Sicht.
Ergebnisse
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