Nürnberg: Zwei deutsche Siege bei den European Club Championships 2026

Nürnberg - Zwei deutsche Siege auf europäischer Bühne: Bei den European Club Championships 2026 (23. - 26. September) im Sportpark Nord in Nürnberg (Andernacher Straße) feierten sowohl der Paderborner SC bei den Damen als auch Sportwerk Hamburg bei den Herren mit dem jeweiligen Titelgewinn zwei beeindruckende sportliche Erfolge. Beide Vereine gewinnen nach den Deutschen Mannschaftsmeistertiteln im Mai damit auch die europäische Krone im Vereinssquash. SCF Nürnberg, als Verein der ausrichtenden Anlage erstmals beim ECC dabei, belegt am Ende Platz fünf im Herren-Feld.

Paderborner SC verteidigt ECC-Vorjahrestitel bei den Damen

Die Paderbornerinnen sind erneut das beste Team im Vereinssport auf europäischer Ebene: Sie bestätigen damit den eindrucksvollen erstmaligen Triumph bei den ECC aus dem Vorjahr. An vier Tagen musste der aktuelle Deutsche Damen-Mannschaftsmeister insgesamt sechsmal antreten. In sechs Partien blieb Paderborn sechsmal siegreich, darunter dreimal mit (vs. Galomar/POR, SC Mody Svet/CZE und Heriot Watt/SCO) und dreimal ohne Satzverlust (vs. Pontefract, Mount Pleasant LTC, Squash Club Uster/SUI). 

Im Spiel um Platz eins ging es gegen die schottische Auswahl Heriot Watt: Maya Weishar erspielte beim 11:6, 11:6, 11:9 eine schnelle 1:0 Matchführung im Duell mit Yu Ng Chen aus Malaysia. Die aktuelle Deutsche Einzelmeisterin Saskia Beinhard legte nach für Paderborn: Sie verlor nach 2:0 Satzführung zwar noch den Anschlusssatz, doch fand im vierten Satz wieder besser ins Spiel. Am Ende stand ein 3:1 (11:9, 11:3, 7:11, 11:2) Erfolg zu Buche, wodurch die Begegnung entschieden war. Das dritte Match wurde auf zwei Gewinnsätze verkürzt. Hier hatte Donna Lobban von den Gegnerinnen gegenüber Paderborns' Milou van der Hejden die Nase aus ihrer Sicht mit 11:7, 5:11, 11:7 vorne.

Matthias Wolff, Teammanager und 1. Vorsitzender des Paderborner SC, freute sich:

"Über die Titelverteidigung sind wir überglücklich.  Ich bin sehr stolz auf das Team und die Leistung. Das Team hat sich in jede Begegnung voll reingehängt und alles gegeben. Sie wollten den Titel verteidigen, was eindrucksvoll gelungen ist. Wir freuen uns auf 2027 und werden alles dafür tun, wieder um den Titel mitzuspielen"

Sportwerk Hamburg erstmals überhaupt Herren-ECC-Sieger

Im letzten Jahr ECC-Vize-Meister, nun ganz vorne auf dem Podest: Nach dem Deutschen Mannschaftsmeistertitel bei den Herren legten die Hamburger erfolgreich nach. In der Gruppenphase behauptete sich Sportwerk gegen Fitzwillim LTC (IRE), Watsonians (SCO, jeweils 4:0) sowie gegen Galomar (POR) mit 3:1 Matches.

Im anschließenden Halbfinale ging es gegen die spanische Auswahl vom Club Squash Algemesi. Nach den 3:0 Siegen der beiden Spieler Melvil Scianimanico (vs. Ivan Pérez, Pos. 1) und Samuel Gerrits (vs. Adrian Revert Escutia, Pos. 4) war die Tür zum Finale schon sehr weit geöffnet: Nur noch ein Satzgewinn war erforderlich in den beiden weiteren Matches. Sowohl Marek Panacek (vs. Sergio Garcia Pollan, Pos. 2) als auch Yannik Omlor vs. Ernesto Revert Escutia, Pos. 3) spielten parallele Satzgewinne des ersten Durchgangs ein, somit war der Finaleinzug gesichert. 

Nach dem 3:1 Sieg in der Gruppenphase gegen das portugiesiche Team Galomar kam es im Finale zur Wiederauflage dieses Duells: Melvil Scianimanico (11:8, 11:6, 14:12 vs. Patrick Rooney, Pos. 1) und Yannik Omlor (11:7, 11:5, 11:3 vs. Pascal Gomez, Pos. 3) legten den Grundstein zum Sieg. Erneut brauchten die Hamburger zur Entscheidung nur noch einen gewonnenen Satz. Nach mehreren nicht genutzten Matchbällen machte Hamburgs' Niederländer Samuel Gerrits dann doch den letzten Punkt im ersten Satz, was die Entscheidung war. Die Begegnung war entschieden und das Spiel nicht mehr fortgeführt.

Bart Wijnhoven, Teammanager von Sportwerk Hamburg, meinte:

"Wir sind natürlich sehr glücklich. Letztes Jahr Zweiter beim ECC und erstmals überraschend Deutscher Mannschaftsmeister geworden. Nun nach der verteidigten Deutschen Mannschaftsmeisterschaft sind wir jetzt erstmals ECC-Sieger! Das ist perfekt und ein wahrgewordener Traum! Besser geht es nicht! Vor fünf Jahren hätte ich das nicht für möglich gehalten. Der Teamgeist bei uns ist echt stark. Auch die nicht eingesetzten Spieler haben alle angerufen und gratuliert. Wir sind sehr stolt, dass wir das geschafft haben und freuen uns bereits auf den in Kürze bevorstehenden Bundesliga-Start!"

SCF Nürnberg wird bei ECC-Premiere Fünfter bei den Herren

In der abgelaufenen Bundesliga-Saison belegte der SCF Nürnberg Platz vier. Als Verein der ausrichtenden Anlage durften die Nürnberger um Kapitän Armin Hameed dennoch aufgrund einer Wildcard auflaufen. Und der Bundesligist präsentierte sich ordentlich: Nach ausgeglichener Bilanz in der Gruppenphase standen zwei Siege (vs. SRC Vaduz/LIE und Ultimate Squash Club/LUX) zwei Niederlagen (vs. Rohehampton Club/ENG und Club Squash Algemesi/ESP) gegenüber. Im folgenden Platzierungsmatch um Rang fünf gewann Nürnberg gegen das Team Watsonians aus Schottland mit 3:1 Spielen und wurde Fünfter.

David Kandra, Teammanager von SCF Nürnberg, bilanzierte:

"Wir können super stolz auf unser Team sind, jeder hat bei uns alles gegeben und sein bestes Squash gezeigt. Mit Platz fünf am Ende haben wir tatsächlich nicht gerechnet. Wir sind erstmal froh darüber, dass wir teilnehmen durften. Es war für uns eine einmalige Gelegenheit. Ich glaube nicht, dass es so schnell wiederkommt. Mit unseren Leistungen sind wir sehr zufrieden und freuen uns bereits auf die Ende Oktober startende neue Saison und ganz besonders auf das Heimpublikum auf unserer Tribüne!"

DSQV-Präsident Michael Gäde sagte nach dem Turnier: 

"Herzlichen Glückwunsch an Paderborn zum zweiten ECC-Damentitel und an Hamburg zum Premierensieg auf europäischer Ebene. Zwei deutsche Vereine in Europa ganz vorne freut uns als DSQV natürlich ganz besonders! Es zeigt auch, dass die intensive Arbeit in diesen beiden Vereinen vor Ort von Erfolg geprägt ist. Vier Tage sehenswerter Squash im Sportpark Nord war gute Werbung für unseren Sport. Vielen Dank alle, die zum Gelingen des Events beigetragen haben!" 

Alle Ergebnisse sind auf der Turnierseite der European Squash Federation (ESF) zu finden.

 

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