Masters WM: Thomas Grübel ist Vize-Weltmeister Ü55
- 06.09.2026, 12:39
- Von: Lennard Jessen
Perth – Der neue Vize-Weltmeister Ü55 kommt aus Deutschland: Bei der Einzel-Weltmeisterschaft für Masters im australischen Perth (30. August bis 6. September) holte der aktuelle Deutsche Einzelmeister Ü55 Thomas Grübel (WeCare Squash Germering) völlig überraschend Silber. Julian Wollny (Ü45, Airport Squash Berlin), Uwe Peters (Ü60, SC Turnhalle-Niederrhein, jeweils Viertelfinale) sowie Nina Janisch (Ü55, Park Squash Nymphenburg, Achtelfinale) rundeten den erfolgreichen deutschen Auftritt ab.
Thomas Grübel erst im WM-Finale Ü55 gestoppt
An Position 9/16 gesetzt startete der Deutsche Einzelmeister Ü55 mit Kurs Achtelfinale. Doch schnell wurde klar, dass es für ihn weiter gehen wird: Nach Erstrundenfreilos und den beiden Folgesiegen über Marcelo Masia (ESP) und Shane Hatwell (AUS) stand ihm der an Position zwei gesetzte US-Amerikaner John Musto im Court gegenüber. Die Ergebnisanzeige auf dem Glascourt im Karrinyup-Einkaufscenter in Mirrabooka (die WM wurde in drei Orten um Perth ausgetragen) wies ein 11:5, 11:8, 15:13 aus und damit stand der Bayer im Viertelfinale, was die erste große Überraschung war. In der Runde der letzten acht Spieler wartete der Mexikaner Cuauhtémoc Gómez, den Grübel auch in drei Durchgängen schlug. Durch ein 11:9, 11:8, 11:6 gegen den Australier Peter Bastow erreichte der Deutsche das Finale gegen den topgesetzten Spieler Richard Chin aus Guyana. Am Ende unterlag Grübel zwar mit 9:11, 7:11, 5:11 und wurde somit Vize-Weltmeister seiner Altersklasse.
Der neue Vize-Weltmeister Ü55 Thomas Grübel sagte zum Turnier in Perth:
„Natürlich bin ich nach der Niederlage im Finale zunächst enttäuscht, denn ich hätte den Titel sehr gerne für uns alle gewonnen. Trotzdem überwiegt nach etwas Abstand der Stolz auf dieses außergewöhnliche Turnier – fünf 3:0-Siege bis ins Finale und dabei unter anderem der Sieg gegen die Nummer zwei der Setzliste. Im Finale selbst war heute leider nicht mein Tag, Richard Chin war der bessere Spieler und hat verdient gewonnen. Die Silbermedaille bei einer Weltmeisterschaft ist für mich dennoch ein großartiger Erfolg, auf den ich sehr stolz bin. Herzlichen Dank vor allem den vielen deutschen Squashern, die mich diese Woche mit ihren wunderbaren Nachrichten unterstützt haben!“
Julian Wollny (Ü45) und Uwe Peters (Ü60) erreichten jeweils das Viertelfinale
Der bei diesem Event am besten gesetzte Deutsche Julian Wollny (5/8) bestätigte diese Einschätzung: In dem 64er-Feld zog der für Airport Squash Berlin in der Bundesliga Nord spielende Wollny durch drei Dreisatzerfolge in Serie in das Viertelfinale ein. Er besiegte der Reihe nach Darren Ireland (AUS), Andre Botha (NAM) und Mark Arici (AUS). In der Runde der letzten acht Spieler zog er gegen den topgesetzten Engländer und späteren Weltmeister James Bowden beim 4:11, 3:11, 5:11 den Kürzeren. Die weiteren Plätze wurden nicht mehr ausgespielt.
Uwe Peters legte in der Ü60 ebenfalls stark los: Nach Auftaktfreilos ließ er zwei Dreisatzsiege gegen Craig Taggart (NZL) und Jean-Charles Menard (FRA) folgen. Gegen den Australier Sean Ryan im Achtelfinale schaffte Peters es einen 0:2 Satzrückstand erfolgreich in einen 3:2 Sieg zu wandeln. Doch der Südafrikaner Christopher Moody im Viertelfinale war dann bei der Dreisatzniederlage eine Nummer zu groß. Die Platzierungsspiele im Anschluss wurden nicht mehr ausgetragen.
Nina Janisch kam bis ins Ü55-Achtelfinale
Nina Janisch startete durch ihre 9/16 – Setzung mit einem Freilos in ihr 64er-Feld. Im Anschluss gewann sie das Match gegen die Australierin Tracey-Lee Hall in drei Durchgängen und stand dadurch im Achtelfinale ihrer Altersklasse. Doch die Australierin Clare Slyth war an diesem Tag in vier Sätzen die bessere Spielerin und so schied Janisch aus dem Hauptfeld aus.
Ergebnisse
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