Jörg Sieber: „Erfolgreiche Sponsorensuche, Breitensport- und Jugendförderung sind meine wesentlichen Ziele!“

Kirchheim bei München – Vor etwas über einem Jahr wurde Jörg Sieber zum neuen Geschäftsführer der Deutschen Squash Marketing und Promotion (DSMP) GmbH mit Sitz in Kirchheim bei München bestellt (wir berichteten). Gleichzeitig ist er auch Präsident von Squash in Bayern, 1. Vorsitzender des SRC Erding und seit September dieses Jahres auch Teil der Geschäftsleitung des Sportpark Schollbach in Erding. DSQV-Pressesprecher Lennard Jessen traf sich bei der ordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Squash Verbandes (DSQV) 2026 in Frankfurt/Main zum ausführlichen Gespräch mit dem engagierten Sportfunktionär.

DSQV: Hallo, Jörg. Herzlich willkommen zum Interview mit dem DSQV. Du bist seit etwas über einem Jahr Geschäftsführer der Deutschen Squash Marketing und Promotion GmbH (DSMP). Erzähle doch mal kurz: Wie bist du zu diesem Amt gekommen?

Jörg Sieber: Ja, Lennard. Als Präsident von Squash in Bayern bin ich schon jahrelang auf den DSQV-Jahreshauptversammlungen. Dort wird immer regelmäßig über die DSMP berichtet. Vor gut zweieinhalb Jahren hieß es, es geht nicht so richtig weiter mit der DSMP wegen Budgeteinschränkungen und nicht ganz so förderlicher Aktivitäten für den Squashsport. So kam es zur Entscheidung, dass ich mich vor gut über einem Jahr zum Geschäftsführer habe ernennen lassen, leite seitdem die Geschicke und versuche die DSMP weiter nach vorne zu bringen.

DSQV: Kannst du den deutschen Squashfans, die die DSMP bisher noch nicht so kennen, einmal grob vorstellen? Was zählt zu den wesentlichen Aufgaben?

Jörg Sieber: Die Deutsche Squash Marketing und Promotion GmbH ist eine 100 % - Tochtergesellschaft des Deutschen Squash Verbandes e.V. (DSQV), sodass der DSQV der alleinige Gesellschafter ist und somit alle Landesverbände meine Kunden sind. Vor allem sind vertragliche und monetäre Themen an die DSMP ausgelagert: Kernaufgabe in diesem Bereich ist das deutschlandweite Marketing für Squash, wozu besonders der Abschluss neuer Sponsoring- und Partnerschaftsverträge zählt. Mit dem DSQV findet eine enge Zusammenarbeit statt. Kontrolliert werde ich durch einen mehrköpfigen Beirat, dem ich gegenüber auskunftspflichtig bin.

DSQV: Wie fällt deine persönliche Bilanz nach etwas über einem Jahr als neuer DSMP-Geschäftsführer aus?

Jörg Sieber: Ich blicke auf besonders viele lessons learned im Squashsport allgemein, mit Sponsoren, Verbänden, Vereinen und über die Strukturen des Sports zurück. Dabei sind mir auch die Möglichkeiten bewusst geworden, wo wir erhebliches Potenzial haben und in welchen Bereichen wir vielleicht auch etwas weniger bewirken können. Mit dem bisher Angeschobenen und Erreichten bin ich durchaus zufrieden. Natürlich ist überall immer noch Luft nach oben. Aber wir befinden uns auf einem guten Weg, müssen diesen aber konsequent weiter gehen – und das muss vor allem gemeinsam mit allen Beteiligten – Spielerinnen, Spielern, Anlagen, Vereinen, Verbänden, Institutionen, Sponsoren – erfolgen.

DSQV: Was sind deine derzeit größten bzw. zeitintensivsten Aufgabenbereiche?

Jörg Sieber: Das mit Abstand größte Projekt ist die neue Website des DSQV, aller Landesverbände, der Bundesliga und der DSMP. Von der Planung bis zur jetzigen Realisierung der neuen DSQV- und DSMP-Homepage sind viele Monate Zeit ins Land gegangen, die sich aber sehr gelohnt haben. Sicher gibt es an der einen oder anderen Stelle immer noch etwas zu tun, da kann nicht alles auf Anhieb direkt zu 100 % perfekt laufen. Für die Landesverbände wurde dabei ein Prototyp einer neuen Website erstellt, der bis Jahresende in Abstimmung mit allen Beteiligten in den neuen Webauftritt überführt werden soll. Auch die Seite der Bundesliga soll zeitnah folgen. Erste Schulungen zur Bedienung haben bereits für unsere Verantwortlichen in den Landesverbänden stattgefunden.

Unabhängig davon wurden eine ansprechende Marketingbroschüre und Imagefilm erstellt, mit denen die Sponsorensuche unterstützt werden soll.

Einen großen Anteil nimmt natürlich auch die Betreuung der laufenden Partnerschaften und die Akquise neuer Unterstützer inkl. Vertragsverhandlungen für den deutschen Squashsport ein.

Bereits abgeschlossen ist eine Begutachtung der Studienlage zu Gesundheitsaspekten der Sportart Squash von Dr. Andreas Franke-Thiele von der Hamburger Akademie für Sport, Gesundheit und Ernährung (ASGE) im Auftrag des DSQV und der DSMP. Dabei zeigte sich wissenschaftlich untermauert im Ergebnis, dass durch lockeres Squashen die Lebenserwartung steige, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinke und es sich um ein intensives Ganzkörpertraining mit hohem aeroben Anteil handele. Herr Dr. Franke-Thiele fand durch die umfangreiche Arbeit heraus, dass Squash „wahrscheinlich“ die gesündeste Rückschlagsportart der Welt sei.

Außerdem unterstützt die DSMP die besonders auf den Breitensport ausgerichtete SquashUp! – Initiative des DSQV und erweitert auch in diesem Zusammenhang kontinuierlich das Netzwerk von Förderern und Unterstützern von Squash in Deutschland.

DSQV: Was sind deine wesentlichen Ziele als DSMP-Geschäftsführer?

Jörg Sieber: Die erfolgreiche Sponsorensuche ist ein wesentliches Ziel. Wichtig ist es hierbei meiner Meinung nach einen großen Hauptsponsor zu finden, der durch viele weitere Sponsoren ergänzt wird, sodass eine breite Unterstützerbasis geschaffen wird. Mit unserer neuen zeitgemäßen Website sowie angefertigtem Promotion-Material bin ich hier optimistisch und blicke positiv nach vorne, allerdings ist das natürlich keine leichte bzw. zu unterschätzende Aufgabe vor der ich größten Respekt habe. Zudem möchte ich die Bekanntheit von Squash in Deutschland steigern und dabei besonderen Fokus auf den Breitensport legen. Denn nur aus einer guten Breite kann auch eine solide Spitze entstehen. Dabei gilt es besonderes Augenmerk auf die Jugend zu legen, denn diese ist unsere Zukunft!

DSQV: Welche Werbemöglichkeiten hält die DSMP für potenzielle Interessenten zur Förderung von Squash in Deutschland bereit?

Jörg Sieber: Die DSMP hält eine Vielzahl an Möglichkeiten bereit: Sponsoring von Projekten, Veranstaltungen oder Kampagnen, Unterstützung von Nachwuchs-, Schul- oder Hochschulprojekten, Sach- und Dienstleistungen, Kommunikations- und Medienpartnerschaften, regionale Kooperationen und langfristige Partnerschaften sind nur einige der möglichen Förderansätze. Da jede Partnerschaft individuell ist, entwickelt die DSMP gemeinsam mit dem Förderer das passende Modell.

DSQV: Welche Rolle spielt die DSQV-Initiative SquashUp! in der DSMP?

Jörg Sieber: Die Initiative unter sehr engagierter Leitung von Simon Frenz von brandport und seinem Team in Hamburg ist ein wesentlicher Baustein, um den Squashsport einem neuen Publikum gegenüber zu öffnen. Die DSMP unterstützt in der Lieferung von Ausrüstung wie Schläger, Schutzbrillen und Bekleidung und koordiniert landesverbandsübergreifende Kommunikation. Mit Sven Mecklenbeck und David Liebmann haben wir zwei motivierte junge Personen gefunden, die seit mehreren Monaten SquashUp! in den sozialen Medien wie z.B. bei Instagram ansprechend auf ihre individuelle Weise darstellen, gemeinsam die Initiative kommunikativ verbreiten und so bei der Begeisterung für Squash bei neuen Personen helfen wollen. Aufgrund der erheblichen Bedeutung haben wir SquashUp! auch einen eigenen Menüpunkt auf unserer neuen Website gewidmet.

Weitere Informationen zur DSMP und Werbematerial:

DSMP GmbH – Squash fördern, vermarkten und verbinden

Imagebroschüre

Imagefilm

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