Nürnberg – Das ist beeindruckend: Acht von zehn möglichen Titeln in den verschiedenen Feldern bei den zurückliegenden Deutschen Senioren-Einzelmeisterschaften 2026 (DSEM, 8. bis 10. Mai) im Sportpark Nord in Nürnberg gehen an Spielerinnen und Spieler aus dem Landesverband Bayern. Je ein Altersklassensieg im Herrenbereich geht nach Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Im zusammengelegten Damenfeld hatte am Ende Katrin Wirsching-Hepp (SCSports4You!) die Nase ganz vorne: In der Vorrunde hatte sie in der Gruppe B an Position zwei gesetzt gegen ihre Kontrahentinnen ohne Satzverlust alles im Griff und zog in das Finale ein. Dort traf sie auf die topgesetzte Melanie Kreisel (1. SC Karlsruhe). Das Duell um Platz eins entschied Wirsching-Hepp in drei Sätzen zu ihren Gunsten und holte den Titel. Heike Hohenadel (SC Monopol Frankfurt) wird Dritte.

Im Feld der Herren Ü35 geht der nationale Titel 2026 an Michael Aurich (WeCare Squash Germering): Aber der Weg zum Titel war kein glatter Durchmarsch für den an Position 3/4 gesetzten Spieler. In der Gruppenphase musste Aurich einmal über vier und fünf Sätze gehen, ehe er auf den topgesetzten Markus Herrmann (SC Rhein-Neckar) traf und nach einem Viersatzerfolg ins Halbfinale einzog. Über die volle Distanz musste er im Anschluss gegen Christopher Dassbach (S.C. Yellow Dot Maintal) gehen, blieb aber erneut siegreich. Im Finale gegen Jonas Plickert (S.C. Yellow Dot Maintal) bedeutete ein Viersatzsieg von Aurich den Titel für ihn. Dritter wurde Harry Gildersleve (RSC München).

Bei den Herren Ü40 führten die drei Gruppensiege ohne Satzverlust von Pasquale Ruzicka (1. SC Kempten) gegen seine Gegner Ünver Metin (Squash Club Gießen), Jan Wassermann-Fry (Squashclub Bonn) und Pavel Yushkevich (SCSports4You!) zum Altersklassentitel in der Kategorie.

Heimsieg bei den Herren Ü45: Armin Hameed (SCF Nürnberg) ließ in der Gruppenphase durch drei klare Siege gegen seine Kontrahenten nichts anbrennen. Das Finale gegen den Hamburger Daniel Zilic indes wurde zur engen Fünfsatzpartie. Schließlich setzte sich der Bayer knapp durch.
Kein Favoritensieg des Topgesetzten bei den Herren Ü50: Anders Adamson (Setzung: 5/8, 1. Darmstädter Squash Club 1979) war in Bezug auf die Setzposition nicht der Favorit des Feldes. Dennoch ließ er seine Konkurrenz in allen vier Matches auf dem Court seine Dominanz spüren: Ohne Satzverlust sicherte er sich den Altersklassensieg.

Start-Ziel-Sieg in der mit 27 Teilnehmern größten Altersklasse Herren Ü55: Topgesetzte behauptete sich Thomas Grübel (WeCare Squash Germering) am Ende im Finale gegen Andreas Omlor (S.C. Yellow Dot Maintal) in fünf Sätzen und spielte so seinen Titel ein.
Bei den Herren Ü60, die mit 24 Startern das zweitgrößte Feld waren, hatte Uwe Peters (SC Turnhalle-Niederrhein, Setzung: 5/8) alles fest im Griff: Er gab nicht einen Satz in seinen Matches ab und siegte auch im NRW-internen Finale gegen den topgesetzten Michael Pieters (Team Cadillac Eschweiler) in drei Durchgängen souverän.
Nur ein Satzverlust auf dem Weg zum Titel: Das war der Weg von John Marsden (SC Sportinsel) bei den Herren Ü65. Im Halbfinale musste Marsden gegen den topgesetzten Karl-Heinz-Röttger (SPT Landwehr/Hilden) einen Durchgang abgeben. Das Finale gegen Werner Schmitz (SC Oldenburg) war in drei deutlichen Sätzen eine klare Angelegenheit für Marsden.

Sieg für Alan Hathway (RSC München) im Feld der Herren Ü70: Fünfmal musste Hathway an drei Tagen auf den Court, fünfmal blieb er siegreich und gab dabei nur einen Satz ab. Für Hathway ist es der insgesamt 13. nationale Titel in der Altersklassenkonkurrenz bei den Senioren, er ist damit so erfolgreich wie kein anderer deutscher Spieler im Seniorenbereich vor ihm.
Die Herren Ü75 entschied Franz Glatz (RSC München) für sich: Drei Siege und eine Niederlage standen bei ihm am Ende im Gesamtklassement gegenüber. Im Vergleich seiner vier Gruppengegner stand er in der Tabelle am besten da und holte so den Titel.

„Meine Glückwünsche gehen an die neue Deutsche Meisterin und die neuen Titelträger in allen Altersklassen sowie weiteren Platzierten! Wir hatten eine schöne Meisterschaft und konnten drei tolle Tage Squash im Sportpark Nord genießen! Die Stimmung war von Anfang bis Ende fantastisch. Vielen Dank an den Sportpark Nord und alle Unterstützer sowie Helferinnen und Helfer. Die Teilnehmerzahl war höher als im Vorwege gedacht – aber besonders im Damenbereich würden wir uns im kommenden Jahr wieder über mehr Spielerinnen freuen!“, erklärte DSQV-Vizepräsidentin Masters Störte Becker.
Alle Ergebnisse der 48. DSEM 2026 aus Nürnberg hier.
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