Amsterdam – Deutschland beendet die Team-Europameisterschaft für Damen und Herren 2026 im niederländischen Amsterdam mit Platz vier bei den Herren und Platz neun bei den Damen in der Division 1.

Deutschland verpasst Medaille gegen Frankreich
Das war insgesamt eine klare Angelegenheit: Keinen Matchgewinn ließen die starken Franzosen im „kleinen Finale“ um Bronze gegen die deutsche Herren-Nationalmannschaft zu. Im Vergleich zum Halbfinale schickten Chef-Bundestrainer Oliver Pettke und Bundestrainer Simon Rösner jetzt wieder Yannik Omlor (Sportwerk Hamburg) auf den Court und nahmen Raphael Kandra aus der Aufstellung, alle anderen wurden erneut eingesetzt. Somit traf Yannik Omlor auf der Spitzenposition auf den Weltranglisten-5. Victor Crouin und unterlag klar in drei Sätzen. Parallel spielte Jan Wipperfürth (KAIFU Ritter Hamburg) an Position drei gegen Melvil Scianimanico und war dabei ebenfalls nicht favorisiert. Doch Wipperfürth hielt gut dagegen und verpasste schließlich in Satz vier nur knapp den erforderlichen Satzgewinn, um noch in den fünften Durchgang zu gelangen. In den Sätzen hieß es nun 1:6 aus deutscher Sicht. Als dann Valentin Rapp gegen Gregoire Marche mit 0:2 Sätzen hinten lag, wurde sein Match nicht fortgeführt, da die Begegnung entschieden war.

Finn-Lennart Koch (TSC Heuchelhof) kam im Anschluss dennoch zu seiner aktiven Premiere auf dem Court im deutschen Nationaldress der Herren: Zuvor stand er schon einige Male im Teamaufgebot, wurde aber aufgrund jeweils bereits entschiedener Begegnungen nicht mehr eingesetzt. Doch dieses Mal einigten sich beide Teams trotz entschiedener Begegnung auf ein Match über zwei Gewinnsätze. Koch versteckte sich nicht und zeigte mehrfach sein Potenzial gegen den aktuellen U19-Einzel-Europameister Amir Khaled-Jousselin, musste sich aber dennoch mit 7:11, 4:11 geschlagen geben.
Damen nach Abschlusssieg gegen Ukraine auf Platz neun

Guter Start in das dritte Platzierungsspiel gegen die Ukraine um die Ränge 9 – 12 für Deutschlands Damenteam: Katerina Tycova (SC Monopol Frankfurt) besiegte Anastasiia Kostiukova in vier Durchgängen. Saskia Beinhard (Paderborner SC) fand im Anschluss an der Spitzenposition gegen die Weltranglisten-48. keine entscheidenden Mittel, um ihre Kontrahentin Alina Bushma in Bedrängnis zu bringen, die konsequent ihr Spiel durchzog. Damit lag die Entscheidung auf dem Schläger von Maya Weishar (TSC Heuchelhof), Deutschlands jüngster Spielerin im derzeitigen Damenteam: Sie beherrschte zu jederzeit ihre Gegnerin Anastasiia Krykun und brachte nach drei kurzen Sätzen den deutschen 2:1 Sieg unter Dach und Fach, was für Deutschland im Endresultat Platz neun und den sicheren Klassenerhalt in Division eins bedeutet, da die Plätze 11 und 12 in Division 2 zur nächsten Team EM absteigen. Weishar gewann damit alle ihre fünf Einsätze für Deutschland bei dieser Team EM.

„Wir haben mit Platz vier bei den Herren wie im letzten Jahr unser Ziel Halbfinale erreichen können, was auch das Maximum hier in Amsterdam war. Durch leichte Verletzungen und Krankheiten im Team während der EM hatten wir nicht die allerbesten Voraussetzungen. England, Schweiz und Frankreich sind dafür auch noch zu weit weg von uns. Bei den Damen haben wir nach dem so wichtigen Gruppenspiel gegen die Niederlande, was knapp verloren ging, durch drei Siege in den Platzierungsspielen den neunten Platz holen können. Das entspricht nicht ganz unserer Zielvorgabe, die Viertelfinale lautete. Dennoch sind diese drei Siege in den Platzierungsmatches ein positiver Turnierabschluss für unser Damen-Team!“, resümierte das Bundestrainerduo Oliver Pettke und Simon Rösner.
Alle Ergebnisse der Team EM 2026 aus Amsterdam.




















