Amsterdam – Halbzeit bei der Team EM der Damen und Herren in den Niederlanden (29. April bis 2. Mai): Aus deutscher Sicht stehen in der Division eins die Herren im Halbfinale, die Damen spielen um die Platzierungen 9 bis 12.

Deutschland mit Herren-Nationalmannschaft im Halbfinale
Viel besser hätte die deutsche Herren-Nationalmannschaft nicht starten können: Mit zwei 3:1 Erfolgen in der Gruppe D am Dienstag gegen Polen und am Donnerstag-Mittag gegen Schottland war der Sieg in diesem Turnierabschnitt unter Dach und Fach. Gegen die Polen sorgten Spitzenspieler Raphael Kandra (Paderborner SC, vs. Leon Krysiak, Position 1), Simon Rösner (Paderborner SC, vs. Jakub Pytlowany, Pos. 3) und Jan Wipperfürth (KAIFU Ritter Hamburg, vs. Franciszek Michniewicz, Pos. 4) für die deutschen Matchgewinne, Yannik Omlor (Sportwerk Hamburg, vs. Filip Jarota, Pos. 2) unterlag in vier Durchgängen. Gegen Schottland stellte das Bundestrainerteam die Aufstellung etwas um: Für Jan Wipperfürth kam nun Valentin Rapp (Sport-Insel Stuttgart) ins deutsche Aufgebot. In den einzelnen Matches wurde es enger: Als Raphael Kandra (vs. Rory Stewart, Pos. 1) in fünf Durchgängen verlor, konnte Simon Rösner (vs. John Meehan, Pos. 3) in vier Spielabschnitten zum 1:1 in Matches ausgleichen. Yannik Omlor (vs. Alasdair Prott, Pos. 2) brachte Deutschland im Anschluss durch einen Viersatzerfolg wieder in Führung. Der aktuelle Deutsche Einzelmeister Valentin Rapp (vs. Rory Richmond, Pos. 4) musste zwar noch den Auftaktdurchgang abgeben, ehe er sich kontinuierlich steigerte und durch seinen Viersatzsieg den deutschen Sieg in trockene Tücher brachte.

Im Viertelfinale an Donnerstag-Abend ging es dann gegen Tschechien: Raphael Kandra konnte sich im Vergleich zum Match gegen Schottland auf der Spitzenposition steigern. In drei Sätzen hatte er mit Viktor Byrtus keine Probleme und gewann überzeugend. Simon Rösner spielte parallel gegen Martin Stepan. Nach einer 2:0 Satzführung musste Rösner mehrfach in die Verlängerung gehen, was an zumindest diskussionswürdigen Schiedsrichterentscheidungen lag. Schließlich setzte der elffache Deutsche Einzelmeister sich am Ende knapp durch. Damit benötigte Deutschland nur noch einen Satz zum Halbfinaleinzug: Diesen holte das DSQV-Ass prompt gleich im ersten Durchgang gegen Jakub Solnicky, sodass die Begegnung aufgrund der Vorentscheidung – wie zuvor vom Regelwerk festgelegt und es auch kommuniziert wurde – nicht mehr weiter ausgetragen wurde.
Halbfinalgegner von Deutschland ist am Freitag, den 1. Mai um 16 Uhr die Mannschaft aus England.
Deutsche Damen spielen um die Platzierungen 9 – 12
Im vom Bundestrainerteam prognostizierten „Gruppenendspiel“ gegen Gastgeber Niederlande am Eröffnungstag unterlagen die deutschen Damen in Gruppe C nach engem Spielverlauf mit 1:2 Matches. Durch die 0:3 Auftaktniederlage von Saskia Beinhard vs. Tessa ter Sluis auf Position eins geriet Deutschland gleich in Rückstand. Katerina Tycova auf Position zwei konnte sich eine zwischenzeitliche 2:1 Satzführung erfolgreich erkämpfen, ehe ihre Kontrahentin Fleur Maas beide weiteren Spielabschnitte holte und damit vor dem heimischen Publikum unter dem Applaus zahlreicher niederländischer Fans zum vorentscheidenden Sieg für die Niederlande führte. Gegen Gruppenfavorit Frankreich musste sich Deutschland mit 1:2 Matches erneut geschlagen geben. Wie am Turnier-Eröffnungstag war Maya Weishar an Position – drei nach der Niederlage von Spitzenspielerin Saskia Beinhard (vs. Marie Stephan) erneut am Start und holte einen Sieg: Gegen Kara Lincou glich die aktuelle Deutsche Vize-Einzelmeisterin zum 1:1 Zwischenstand in Matches aus. Da Katerina Tycova gegen Lauren Baltayan in drei Durchgängen unterlag, war die Begegnung schließlich mit 2:1 Matches für Frankreich entschieden.

Weiter geht es nun für die deutschen Damen um die Ränge 9 – 12 am dritten Turniertag zunächst um 11:30 Uhr gegen Tschechien, danach zeitgleich zu den deutschen Herren um 16:00 Uhr gegen Polen und am Samstag wartet schließlich um 12:30 Uhr die Ukraine. Um nicht aus der Division 1 abzusteigen, muss Deutschland mindestens Platz 10 am Ende belegen.
„Unser Herren-Team hat beide Gruppenaufgaben gut gelöst, gerade die Begegnung gegen Schottland war aber kein Selbstläufer, da musste voll abgeliefert werden, was auch eindrucksvoll getan wurde! Der folgenden Aufgabe gegen Tschechien haben wir uns gestellt und diese Hürde auch genommen! Ich bin super happy, dass wir erneut im Halbfinale stehen! Unsere Damen kamen gegen Gastgeber Niederlande am Eröffnungstag nicht so gut mit der Drucksituation um, wenn auch ein Einzelsieg in den drei Matches für uns heraussprang. Im folgenden Gruppenspiel gegen die favorisierten Spielerinnen aus Frankreich haben sich unsere Damen trotz der Niederlage im Vergleich zur Partie gegen die Niederlande steigern können! Damit war ich zufrieden! Nun geht es in den verbleibenden Matches darum, den Klassenerhalt in Division 1 zu sichern“, sagte Chef-Bundestrainer Oliver Pettke.
Spielübersicht von Deutschland für Tag 3:
Deutschland vs. Tschechien (Damen, Platz 9 – 12, 11:30 Uhr)
Deutschland vs. England (Herren, Halbfinale, 16:00 Uhr)
Deutschland vs. Polen (Damen, Platz 9 – 12, 16:00 Uhr)
Ergebnisse:
Alle Ergebnisse der Team EM 2026 aus Amsterdam.
LIVE-Streaming:
ESFSQUASH.TV überträgt die Matches vom Centercourt sowie der Courts 19 und 20 live aus Amsterdam. Das deutsche Halbfinale gegen England findet nach derzeitiger Planung am Freitag, den 1. Mai auf dem Centercourt ab 16 Uhr statt und kann damit live verfolgt werden.




















