Bart Wijnhoven: „Jahr für Jahr sind wir mit großer Leidenschaft für den Squash dabei!“

Hamburg – In rund zwei Wochen geht es los: Die 51. DUCAT Deutsche Squash Einzelmeisterschaft (DEM) und ESCHE Deutsche Squash Amateurmeisterschaft (DAM) 2026 findet im Sportwerk Hamburg statt (6. bis 8. Februar). Gleichzeitig feiert das Sportwerk mit der insgesamt zehnten Ausrichtung der nationalen Meisterschaft bei den Damen und Herren ein kleines Jubiläum. Unser Pressesprecher Lennard Jessen unterhielt sich dazu jetzt ausführlich mit Bart Wijnhoven vom ausrichtenden Sportwerk Hamburg.

Jubiläum steht bevor: Sportwerk-Betriebsleiter Bart Wijnhoven richtet in rund zwei Wochen zum zehnten Mal in Serie die Deutsche Einzel- und Amateurmeisterschaft aus – Bild: Henning Angerer

DSQV: Moin, Bart. Bald ist wieder DEM/DAM bei euch in Hamburg. Wie läuft die Vorbereitung?

Bart Wijnhoven: Ganz entspannt. Alle Planungen sind abgeschlossen. Pokale sind bestellt, also wir sind richtig entspannt und freuen uns riesig auf eine tolle zehnjährige Meisterschaft im Sportwerk!

DSQV: Wie ist eure Vorfreude auf das Event?

Bart Wijnhoven: Ja, klar haben wir große Vorfreude. Ich finde so eine Meisterschaft immer schön. Bei Ranglistenturnieren siehst du oft wechselnde Spielerinnen und Spieler, aber bei der Deutschen Meisterschaft sind dann wieder die meisten davon alle gemeinsam zusammen am gleichen Ort. Dabei sind so gut wie alle dabei, die Squash in Deutschland leidenschaftlich betreiben d.h. Spielerinnen, Spieler, DSQV-Verantwortliche, Schiedsrichter, Sponsoren. Fast jeder kennt jeden. Dass alle an einem Wochenende zusammen da sind und Spaß haben, ist ein schönes Erlebnis und unterstreicht, was für eine enge Community wir haben. Und dabei finde ich es im sportlichen Wettkampf dann auch spannend zu sehen, wer jetzt genau wo steht.

DSQV: Was sind deine Tipps für die diesjährigen Titelvergaben bei DEM und DAM?

Bart Wijnhoven: Ich bin sicher, dass unsere amtierenden Titelchampions Saskia Beinhard und Raphael Kandra wieder im Favoritenkreis ganz vorne mit dabei sind. Bei Damen hat Katerina Tycova die letzten Monate auch einen guten Lauf und wird sicher versuchen bei den DEM noch mehr herauszuholen. Bei den Herren wird aber auch Yannik Omlor heiß sein, einen Deutschen Meistertitel zu holen und an die Tür zu klopfen. Im letzten Jahr war es im Halbfinale zwischen Kandra und Rapp in fünf Sätzen schon sehr knapp. Man sieht, dass die Jungs hinter Kandra rankommen und auch den Titel wollen. Das wird spannend.

Natürlich freue ich mich auch wieder auf unsere DAM, wo immer viele Spieler dabei sind und für spannende Matches sorgen. Ich sehe Tobias Weggen als ganz klaren Favorit. Da die Feldeinteilungen sich durch mögliche Absagen oder Nachmeldungen bis zur Veröffentlichung der Auslosung noch verschieben können, sind natürlich noch Verschiebungen überall möglich.

DSQV: Wie können Squashfans an Tickets für die aktuelle Auflage im Februar kommen?

Bart Wijnhoven: Der Ticketverkauf ist vor Kurzem gestartet. Hierzu sind alle spezifischen Informationen auf unseren sozialen Medien vom Sportwerk Hamburg und auch bei euch vom DSQV zu finden. Also an alle Squashfans: Behaltet unsere und die DSQV-Seiten immer im Blick!

DSQV: Was war das Highlight in bisher neun Jahren in der Ausrichtung DEM/DAM?

Die ersten Jahre in der Ausrichtung der Deutschen Einzelmeisterschaft waren für mich das größte Highlight: Da war es noch sehr neu für uns und wir hatten noch nicht so viel Erfahrung. Außerdem glaube ich, dass die Konkurrenz noch etwas größer war. Ein weiteres Highlight war natürlich Deutschlands bester Spieler aller Zeiten Simon Rösner, als er noch aktiv gespielt hat.

DSQV: Wie habt ihr es geschafft, die DEM und DAM Jahr für Jahr immer zu einem schönen Saisonhöhepunkt zu machen?

Bart Wijnhoven: Jahr für Jahr sind wir mit großer Leidenschaft für den Squashsport dabei! Unser Helfer- und Organisationsteam hat dabei eine maßgebliche Rolle gespielt, die alle durch Leidenschaft verbunden sind und für die Sache gemeinsam brennen.

DSQV: Wie hat sich das Turnier der DEM/DAM über die Jahre bei euch verändert?

Bart Wijnhoven: Angefangen hatte alles noch auf unserem Stein-Centercourt, wo es rappelvoll war. Es gab damals noch wenig Platz und ich glaube auch kein Live-Streaming. Das war damals auch noch nicht so gewünscht, da alle Squashliebhaber meist vor Ort waren. Dann kam 2016 mit dem Glascourt eine große Innovation für uns als Sportwerk aber auch für Squash in Deutschland dazu. Später folgte die Live-Übertragung, anfangs teilweise auch mit Live-Kommentar. Wir kümmerten uns auch um professionelle Lichttechnik, die anfangs noch gemietet war und inzwischen festinstalliert ist. Auch Moderation kam hinzu. So haben wir von Jahr zu Jahr das Turnier verbessert und haben dabei immer die Professional Squash Association von ihren großen Turnieren im Blick gehabt, was die alles machen.

DSQV: Inwiefern ist die 10. Auflage als kleines Jubiläum in der Ausrichtung einer Deutschen Einzelmeisterschaft für dich vielleicht besonders? 2021 fand das Turnier pandemiebedingt nicht statt.

Bart Wijnhoven: Ich weiß gar nicht, ob es in Deutschland oder in Europa schon einmal einen Ausrichter gab, der zehn Mal in Folge eine nationale Meisterschaft ausgerichtet hat. Die größte Leistung ansich ist für mich dies als Anlage überhaupt geschafft zu haben. Darauf bin ich sehr stolz und es zeigt, wie sehr wir uns Jahr für Jahr Mühe geben und leidenschaftlich dabei sind. Natürlich muss man gleichzeitig auch sagen, dass zehn Jahre Deutsche Einzel- und Amateurmeisterschaft viel Geld kostet. An dieser Stelle geht mein ganz großer Dank an die langjährigen Sponsoren DUCAT und ESCHE, die seit Beginn immer fest dabei sind. Ein ganz großes Lob dafür, das kann man nicht oft genug sagen! Ich glaube viele Leute vergessen so etwas und sehen das nicht so, dass eine derartige Meisterschaft viele Ausgaben nach sich zieht oder haben einfach keine Vorstellung davon.

DSQV: Danke dir für die Zeit, Bart! Wir freuen uns sehr auf die Meisterschaft und sehen uns in Hamburg!

Bart Wijnhoven: Vielen Dank, euch. Bis bald in Hamburg.

 

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