Frankfurt/Main – Strategische Weiterentwicklung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), den Dachverband des organisierten Sports in Deutschland: 190 Delegierte beschlossen auf der 22. Mitgliederversammlung am Samstag, 6. Dezember, einstimmig den nächsten Schritt in der strategischen Weiterentwicklung des DOSB. Eine neue in dieser Form bisher fehlende Zielstruktur definiert jetzt bis zum Jahr 2035 sechs kompakte, messbare Ziele, anhand dessen eine nachvollziehbare Fortschrittsmessung des DOSB und seiner Sportfachverbände ermöglicht werden soll:
- Steigerung der Bewegungszeit der Bevölkerung
- 35 Millionen Mitgliedschaften
- 1,5 Millionen DOSB-Trainerlizenzen
- Maximal 15 Minuten bis zum modernen Sportangebot
- TOP 5 der Sportnationen der Welt
- 100 % der Menschen sind im Sport sicher, willkommen und gesünder

DOSB-Olympiabewerbung ebenfalls im Fokus
Die MGV thematisierte den weiteren Entscheidungsweg für die vier deutschen Bewerber Hamburg, Berlin, München und die Region Rhein/Ruhr sowie die Einsetzung einer Evaluierungskommission. Am 26. September 2026 wird eine außerordentliche DOSB-MGV final den deutschen Kandidaten für die Bewerbung um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele für die Jahre 2036, 2040 oder 2044 festlegen.

Aufwandsentschädigung für ehrenamtliches DOSB-Präsidium
Von 2027 an können die ehrenamtlich arbeitenden Mitglieder des DOSB-Präsidiums eine Aufwandsentschädigung erhalten: Der*die Präsident*in kann mit 2.000 Euro und die weiteren Präsidiumsmitglieder können mit 1.000 Euro im Monat vergütet werden.
Neues Berechnungsmodell für Olympiastützpunkte (OSP) und ein neues DOSB-Lizenzsystem
Zudem wurde ein neues Berechnungsmodell für die Olympiastützpunkte (OSP) beschlossen, das das seit 2013 gültige, inzwischen veraltete DOSB-Berechnungsmodell ablöst. Es ermittelt den Finanzierungsbedarf der sportfachlich als erforderlich anerkannten Leistungen der OSP. Auch eine Ausbildungsreform des DOSB-Lizenzsystems wurde beschlossen.
Ehrungen für Tröger, Bach und Beucher
Walther Tröger, langjähriges IOC-Mitglied, war von 1992 bis 2002 Präsident des Nationalen Olympischen Komitees, und während der Hochphase der Corona-Pandemie im Alter von 91 Jahren verstorben und konnte damals nicht angemessen geehrt werden. Der langjährige IOC-Präsident Thomas Bach, seit seinem Ausscheiden als DOSB-Präsident im Jahr 2013 DOSB-Ehrenpräsident, war in Frankfurt erstmals seit dem Ende seiner IOC-Amtszeit im Juni dieses Jahres wieder auf einer DOSB-Mitgliederversammlung anwesend. Neues DOSB-Ehrenmitglied ist Friedhelm Julius Beucher, der im Mai dieses Jahres nach 16 Amtsjahren als Präsident des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) ausgeschieden war.

„Die DOSB-Mitgliederversammlung in Frankfurt/Main war eine richtungsweisende sehr erfolgreiche Sitzung des organisierten Sports in Deutschland. Die hohe Wertschätzung für den Sport wurde besonders durch die Anwesenheit zahlreicher Politiker*innen aus Bund und Ländern unterstrichen. Für uns als DSQV besteht bei dieser großen Mitgliederversammlung regelmäßig die gute Möglichkeit zu netzwerken und sich mit anderen Sportfunktionären auszutauschen!“, erklärte DSQV-Sportdirektorin Karin Krasenbrink.





















