ECC: Paderborner SC gewinnt bei Damen, Sportwerk Hamburg holt Platz zwei bei Herren

Graz – Die European Club Championships (ECC) 2025 standen vom 24. bis 27. September vergangene Woche auf dem Turnierplan der European Squash Federation (ESF). Die deutschen Mannschaften waren sehr erfolgreich und brachten zwei Podestplatzierungen mit nach Hause: Der Paderborner SC holte Platz eins bei den Damen, Sportwerk Hamburg wurde Zweiter bei den Herren.

Die Paderbornerinnen feierten ihren ersten ECC-Titel in Graz – Bild: PSC/Nils Mommert

Paderborner SC erstmals ECC-Sieger bei den Damen

Die Damen von der Pader beherrschten die Gruppenphase dieser kontinentalen Vereinsmeisterschaft und gaben dabei von neun Matches nur eines ab (2:1 Matches vs. Viktoria Brno PS Flowtech). Gegen die Gegnerinnen Leamington aus England und Squash Factory Schengen-Lëtzebuerg aus Luxemburg behaupteten sich die aktuellen Deutschen Mannschaftsmeisterinnen jeweils in drei Durchgängen ohne Matchverlust. Das folgende Halbfinale gegen die schottische Auswahl des Edinburgh Sports Club war erneut eine klare Angelegenheit, nur Saskia Beinhard verlor an der Topposition einen Durchgang gegen Katlyn Watts. Das Finale gegen den englischen Roehampton Club startete alles andere als erhofft: Maya Weishar unterlag in vier Durchgängen gegen Isabel Mccullough (8:11, 11:3, 11:13, 8:11), sodass Paderborn in Rückstand geriet. Doch die aktuelle Deutsche Einzelmeisterin Saskia Beinhard holte durch ihren 3:1 (11:7, 9:11, 13:11, 12:10) Erfolg vs. Kace Bartley auf der Spitzenposition eins den Ausgleich. Die dritte Begegnung zwischen Paderborns‘ Niederländerin Renske Huntelaar und der Japanerin Ayumi Watanabe musste daher die Entscheidung bringen: Huntelaar hatte am Ende in drei Sätzen die Nase vorne und machte so den Paderborner ECC Erfolg perfekt.

Der Paderborner SC gewinnt den Damen-Titel bei den ECC 2025 – Bild: PSC/Nils Mommert

„Nach einem packenden Finale haben wir den Europapokal gewonnen – darauf haben wir elf Jahre gewartet. Mein Kompliment geht an unseren Teammanager Matthias, der ein so harmonisches Umfeld geschaffen hat, vor allem aber an die Mannschaft selbst. Sie hat in jeder Phase des Turniers Zusammenhalt, Stärke und Leidenschaft gezeigt. Auf diesen Erfolg können wir alle sehr stolz sein“, kommentierte Nils Mommert, Geschäftsführer des Paderborner SC.

Sportwerk Hamburg mit starkem Platz zwei bei Herren

Die Vorrunde absolvierte die Mannschaft von Teamchef Bart Wijnhoven gegen die Mannschaft AD Galomar (Portugal, 3:1) und Squash Club de Petange (Luxemburg, 4:0) in Gruppe D ohne Probleme. In die Runde der besten vier europäischen Teams gelangten die Hamburger dann durch einen 3:1 Erfolg über die spanische Mannschaft CS Algemesi.

Im Halbfinale ging es spannend gegen die österreichischen Lokalmatadoren Squash Union Wiener Neudorf Mödling zu: 2:2 Matches bei allerdings klar besserem Satzverhältnis (10:6) bedeuteten am Ende den Finaleinzug für das Sportwerk. Die beiden 3:0 Siege von Julius Benthin (vs. Marcus Greslehner, Pos. 4) und Marek Panacek (Pos. 3, vs. Jakob Dirnberger) waren die Grundlage, sodass die beiden Fünfsatzniederlagen von Ivan Pérez (vs. Balasz Farkas) an der Spitzenposition und von Valentin Rapp (vs. Emyr Evans) an Position zwei nicht das Spiel um Platz eins verhinderten. Der mindestens eine erforderliche Satzgewinn in den Matches an Position 1 oder 2 wurde damit klar übertroffen.

Im Finale ging es erneut knapp zu: Gegner war hier die englische Mannschaft Roehampton Club. Siegreich waren dieses Mal der Spanier Ivan Pérez (Pos. 1, vs. Adrian Waller, 3:1) und erneut Julius Benthin (Pos. 4, vs. Ben Coates, 3:1). Doch die beiden Hamburger Satzverluste machten sich unterm Strich bemerkbar, da die anderen beiden Matches jeweils in drei Sätzen an die englischen Kontrahenten gingen: Charlie Lee (Pos. 2, vs. Valentin Rapp) und Samuel Osborne-Wylde (Pos. 3, vs. Marek Panacek) ließen in drei Sätzen nichts anbrennen. Damit war klar: Bei 2:2 Matches waren die Engländer zwei Sätze vorne (8:6), sodass Sportwerk Platz zwei holte.

Sportwerk Hamburg wird zweitbestes Herren-Team beim ECC 2025 – Bild: ESF
„Ich bin sehr zufrieden und glücklich mit unserer Leistung. Das Halbfinale war schon echt hart und das Finale hat nochmal an uns gezerrt, aber ich denke trotzdem, dass wir mit unserer Leistung sehr zufrieden sein können. Natürlich hätten wir gerne gewonnen, aber die andere Mannschaft war dieses Jahr leider zu stark. Eine Silbermedaille gab es für das Sportwerk noch nie, nehmen wir gerne mit“, sagte ein sehr zufriedener Sportwerk-Teammanager Bart Wijnhoven.

Alle Ergebnisse des ECC 2025.

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