Levi Visser: Ende der Auslandstrainingsreise mit ganz vielen Erfahrungen

Unser Jugend-Nationalspieler Levi Visser (Paderborner SC) war die vergangenen Monate in vielen verschiedenen Ländern mit einem Fokus auf Squashtraining unterwegs (wir hatten ihn interviewt). Nun nach Ende dieser privat organisierten Reise ist es an der Zeit auf diese außergewöhnliche Zeit kurz zurückzublicken.

Die Koffer sind gepackt für mehrere Monate Auslandstraining: Levi Visser (li) wird von Mutter und Vater, der das Foto macht, im Ausland begleitet – Bild: Familie Visser

Ägypten als Start der Trainingsreise, weiter zur U19-EM

Begonnen hat die Trainingsreise in Ägypten mit Trainingsstationen in Kairo und Alexandria, wo er mit zahlreichen Spitzenspielern und vielen anderen Jugendlichen gemeinsam Gas gegeben hat. Doch ihm blieb auch Zeit, um die Gegend zu erkunden und viele Leute kennenzulernen.

Levi Visser (re) während einer von ganz vielen Trainingseinheiten – Bild: Familie Visser

Quasi „zwischendrin“ ging es für Levi im April zur U19-Europameisterschaft nach Prag. Dort trat er sowohl im Einzel- als auch im Team-Wettbewerb für Deutschland an.

Levi Visser (3.v.l.) auf „Zwischenstation“ in Prag bei der U19 EM – Bild: DSQV

„Ich habe gut gespielt, 100 % gegeben, es macht Spaß mit der deutschen Mannschaft und es sind Spieler aus sehr vielen Ländern dabei, von denen ich einige bereits kenne! Das Turnier haben wir mit einer Party beendet! Das war richtig cool!“, sagte Visser zur U19-EM.

Verletzung bei Deutscher Jugend-Einzelmeisterschaft, Regeneration und WM-Nominierung

Levi Visser bei den Deutschen Jugend-Einzelmeisterschaften 2025 in Nürnberg – Bild: DSQV – Lennard Jessen

Aber für Pause war keine Zeit und es ging kurz für „Weltenbummler“ Levi Visser zurück nach Deutschland, wo er an den Deutschen Jugend-Einzelmeisterschaften in Nürnberg teilnahm und U17-Zweiter wurde. Eine Verletzung im Finale warf ihn im Anschluss für einige Wochen außer Gefecht und die U17-EM musste er schweren Herzens absagen. Er widmete sich dann vermehrt seinen Online-Schulaufgaben, reiste eine Woche mit seinen Eltern zu Freunden in Frankreich und der Schweiz.

Um nach Ende seiner Reise in die 10. Klasse versetzt zu werden, lernte Levi Visser kontinuierlich während der Reise in Online-Kursen – Bild: Familie Visser

„Ich konnte für zwei Wochen zur Regeneration bei Physiotherapeut Nico Gerritsen bleiben, der direkt in seiner Praxis auch drei Squashcourts hat. Dort wurde neben der Physiotherapie und Fitnesstraining einfach auf einem Stuhl weiter trainiert. Ich danke Nico sehr für die tolle Hilfe, er hat sich wunderbar um mich gekümmert!“, sagte Levi Visser. Unser Nachwuchstalent erholte sich gut von der Verletzung und bald ploppte eine E-Mail von Bundestrainer Valentin Rapp „Nominierung zur U19-WM in Kairo“ im Juli im Posteingang auf! „Die WM ist für mich realistisch! Das hat mich unheimlich gefreut, dass ich dabei sein darf!“, meinte Levi Visser in seinem Reiseblog, in dem er Freunden und Interessierten regelmäßige Statusupdates lieferte.

Weiter nach England, Moderator bei den Dutch Junior Open und Aufbruch zur U19-WM

Für Levi Visser ging es weiter nach England, wo er weiter an seiner Rehabilitation arbeitete, sich auch das große Weltranglistenturnier British Open ansah und viele weitere Trainingseinheiten in verschiedenen Clubs absolvierte.

Bei den British Open trafen Levi (Mitte) und sein Vater Hans (li) auf den Weltklassespieler Mohamed Elshorbagy – Bild: Familie Visser

Es ging im Anschluss zu den Dutch Junior Open, aber dieses Mal nicht als Spieler: Levi zeigte seine Fähigkeiten als Moderator einiger Matches im LIVE-Stream!

Levi Visser (Mitte) bei den Dutch Junior Open 2025 als Kommentator – Bild: Familie Visser

Danach ging es wieder zurück nach Ägypten, wo er sich weiter auf die U19-WM vorbereitete und die Reise mit der Teilnahme an der U19-WM ihr vorletztes Ziel erreichte. In Spanien hat Levi dann eine Auszeit genommen und seinen Urlaub einfach genossen.

Levi Visser im Einsatz für die deutsche U19-Jugend-Nationalmannschaft bei der WM in Kairo – Bild: DSQV – Lennard Jessen

Ein paar lose Zahlen von der Reise von Levi Visser

  • Über 350 Uber-Fahrten
  • Über 125 Trainingstage mit 2 bis 3 Einheiten pro Tag
  • Über 100 neue Erfahrungen
  • Über 80 Gegner/Trainingspartner aus über 25 Ländern (Ägypten, Chile, Frankreich, China, Kanada, Südafrika, Tschechische Republik, Estland, Belgien, Israel, Ukraine, Niederlande, Ungarn, Wales, Italien, Deutschland, England, Schottland, Brasilien, Neuseeland, Südkorea, Australien, Japan, Irland, Macau)
  • 23 Squashzentren
  • Über 20 neue Schläge
  • 18 Unterkünfte
  • 15 kaputte Bälle
  • 14 Squashtrainer
  • 10 Spiele bei der U19-Europameisterschaft (50 %gewonnen)
  • 8 Länder (Niederlande, Ägypten, Deutschland, Tschechien, Schweiz, Frankreich, England, Spanien)
  • 7 Spiele bei der U19-Weltmeisterschaft (28 %gewonnen)
  • 6 Wochen verletzt
  • 5 gerissene Saiten
  • 4 Nationaltrainer
  • 4 Physiotherapeuten
  • 3 Trikots getauscht
  • 3 Fitnesstrainer
  • 3 Paar Schuhe verbraucht
  • 3 kaputte Schläger
  • 3 Verletzungen
  • 3 schlechte Tage
  • 1 Versetzung in die 10. Klasse
  • 1 Urlaub
  • 1 fantastische Reise
Levi Visser mit einer von ganz vielen Trainingsgruppen auf seiner Auslandstrainingsreise – Bild: Familie Visser

„Diese Reise war für mich spektakulär und hat meine Augen geöffnet. Es waren sieben unglaubliche Monate, die ich niemals vergessen werde. Ich hoffe, dass ich alles, was ich gelernt habe, nächste Saison umsetzen kann und damit mein Niveau auf eine neue Stufe bekomme. Ich will am Ende allen Menschen danken, die mir geholfen haben – wie meine Trainer, meine Gegner und meine Freunde und Familie. Auch danke an Lennard für die Interviews und diese schönen Beiträge. Aber ganz besonders danke ich meinen Eltern, die mit mir überall hin gereist sind und mir immer mit allem geholfen haben. Ich hoffe, viele von euch nächste Saison bei den DSQV-Turnieren zu sehen. Bis bald!“, sagte unser Jugend-Nationalspieler Levi Visser.

Levi Visser (li) gestaltete ein eigenes weißes Shirt mit ganz vielen Unterschriften von Personen seiner Reise – Bild: Familie Visser
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