Wroclaw – Die Europameister-Titel der Masters 2025 sind vergeben: Die Europameisterschaften der Masters gingen heute mit dem vierten Turniertag im polnischen Wroclaw in der Anlage Hasta La Vista zu Ende (27. – 30. August 2025). Neue Europameisterin Ü35 ist Astrid Reimer-Kern vom Paderborner SC. Weitere Vize-Titel, dritte Plätze und gute Platzierungsergebnisse rundeten den erfolgreichen Auftritt der deutschen Squash-Masters ab.

Astrid Reimer-Kern erstmals Ü35-Europameisterin bei den Masters
Topgesetzt zum Titel: Das war der Weg von Astrid Reimer-Kern in Wroclaw. Im Turnierverlauf beherrschte sie alle sechs Gegnerinnen und gab auf dem Weg zu Platz eins keinen Satz ab. Im letzten Match am heutigen Tag wurde es in den Sätzen beim 11:9, 12:10, 11:6 gegen die an Position zwei gesetzte Engländerin Kirsty West etwas enger.

„Ich bin natürlich sehr glücklich über den Sieg und sehr zufrieden mit meiner Leistung! Es hat sehr viel Spaß gemacht, weil dieser Vibe bei den Mastersturnieren einfach wirklich cool ist. Der erste Europameistertitel auf der europäischen Masterstour ist etwas ganz Besonderes für mich! Ich hoffe, dass ich noch an vielen EM und WM bei den Masters teilnehmen kann! Das Turnier war gut organisiert in einem großen Center! Ich bin mit allem sehr zufrieden!“, sagte Astrid Reimer-Kern nach ihrem Titelgewinn zum DSQV.
EM-Vizetitel für Schwarzer (Ü45) und Keilmann (Ü80)

Zweimal auf Rang zwei ging es für Heiko Schwarzer (Ü45, 1. Bremer SC) und Robert Keilmann (Ü80, RSC München). Der für den Bremer SC in der Bundesliga Nord spielende Schwarzer blieb bis zum Viertelfinale ohne Satzverlust, wo er auf den Spanier Guillermo Pedernera traf. Nach Verlust des Auftaktsatzes fand Schwarzer zurück ins Match und zog durch Gewinn aller Folgesätze ins Halbfinale gegen den Iren Neil Macarron ein. Da dieser verletzungsbedingt nicht antreten konnte, erreichte Schwarzer kampflos das Finale. Das Duell um den EM-Titel gegen den topgesetzten Engländer James Bowden war spannend bis zum letzten Ballwechsel: Erst im fünften Durchgang musste der Deutsche sich nach engem Spielverlauf am Ende knapp mit 11:4, 11:7, 7:11, 6:11, 12:14 geschlagen geben.
Robert Keilmann (Ü80, RSC München) war aus Deutschland der älteste Teilnehmer bei diesem Turnier. Dass er weiterhin topfit ist, beweist sein Vize-Europameistertitel Ü80 eindrucksvoll. Keilmann gewann alle seine drei Gruppenmatches ohne Satzverlust und stand dadurch im Halbfinale. Gegen den Engländer Alan Terence Wood ging Keilmann in vier Sätzen als Sieger vom Court. Der weitere Engländer Christ Ansell am heutigen Samstag war dann indes eine Nummer zu groß: Keilmann unterlag 3:11, 4:11, 9:11.

EM-Dritte Seils (Ü40) und Kreisel (Ü50) vervollständigen deutsche Podestplätze
Zwei 3:0 Siege ebneten den Halbfinal-Einzug für Nicole Seils (SC Monopol Frankfurt) in der Ü40: Dort hatte jedoch ihre Gegnerin und spätere Vize-Europameisterin Eva Fertekova aus Tschechien in drei Sätzen die Nase vorne. Im „kleinen Finale“ um Rang drei kam es zu einem deutsch-deutschen Duell zwischen Seils und der Europameisterin Ü40 von 2023 Claudia Müller (SRV Hannover-Langenhagen). Seils behauptete sich mit 11:9, 10:12, 11:7, 11:9 und wurde damit Dritte.

Ein Dreisatzerfolg über die Österreicherin Baiba Lulle brachte Melanie Kreisel (1. SC Karlsruhe) in das Ü50-Viertelfinale: Ein 3:1 Sieg über Sonja Schwarzer (CZE) bedeutete den Einzug in das Halbfinale von Wroclaw. Gegnerin war die topgesetzte Engländerin Rachel Calver aus England: Kreisel legte zunächst eine 2:0 Führung vor und eine Überraschung lag damit in der Luft. Da Calver danach jedoch die weiteren Sätze holte, unterlag Kreisel schließlich in fünf Sätzen 11:9, 11:8, 9:11, 4:11, 7:11. Im Match um Rang drei gab es ein weiteres deutsch-deutsches Podestmatch: Kreisel behielt hier in vier Sätzen die Oberhand gegen Nina Janisch (Park Squash Nymphenburg).

„Vier Tage Squash unter Freunden mit großer Wohlfühlatmosphäre gehen heute im Hasta La Vista – Sportcenter zu Ende. Mein Glückwunsch geht dabei natürlich besonders an unsere deutschen Podestplatzierten, und hier ganz besonders an Astrid Reimer-Kern als neue Europameisterin Ü35, Heiko Schwarzer als neuer Vize-Europameister Ü45, Predi Fritsche als neuer Vize-Europameister Ü55, Robert Keilmann als neuer Vize-Europameister Ü80 und die weiteren Drittplatzierten Nicole Seils (Ü40) und Melanie Kreisel (Ü50). Aber auch alle anderen deutschen Squash-Masters haben hier beeindruckende Leistungen gezeigt, wozu ich allen gratulieren möchte. Unser großer Dank geht wie immer an die Organisatoren und alle Helfer*innen, die hier vor und während des Turniers alles für einen unvergesslichen Aufenthalt getan haben! Das deutsche Squash-Masters-Team war sehr gerne in Wroclaw zu Gast!“, erklärte DSQV-Vizepräsidentin Masters Störte Becker.

Die Übersicht der Deutschen, die eine TOP 10 – Platzierung in der jeweiligen Altersklasse erreichten:
1
Astrid Reimer-Kern (Ü35, Paderborner SC)
2
Heiko Schwarzer (Ü45, 1. Bremer SC), Predi Fritsche (Ü55, KAIFU Ritter Hamburg), Robert Keilmann (Ü80, RSC München)
3
Nicole Seils (Ü40, SC Monopol Frankfurt), Melanie Kreisel (Ü50, 1. SC Karlsruhe)
4
Julian Wollny (Ü40, Airport Squash Berlin), Claudia Müller (Ü40, SRV Hannover-Langenhagen), Nina Janisch (Ü50, Park Squash Nymphenburg)
5
Melanie Lowe (Ü50+, 1. SC Velbert), Felix Paal (Ü65, Squash-Pointers Gießen), Störte Becker (Ü60, S.C. Yellow Dot Maintal), Iris Höfling (Ü65, SC 77 Dreieich)
6
Janina Jasper (Ü40, TS Einfeld), Petra El Ghanam (Ü65, SC Aktivpark Gilching)
7
Iris Stockbauer (Ü50, RSC München), Armin Schmelz (SC Sportpark Freilassing)
8
Armin Hameed (Ü45, SCF Nürnberg), Laura Goulding (Ü55, KAIFU Ritter Hamburg), Andreas Omlor (Ü55, S.C. Yellow Dot Maintal), Elisabeth Keilmann (Ü70, RSC München)
10
Georg Pickl (Ü35, WeCare Squash Germering)






















