Hamburg – Die European Junior Open 2025 (EJO, 10. – 13. Juli) sind gespielt: Knapp 350 Nachwuchstalente aus vielen Ländern der Welt kamen für das große Viertagesevent in das Sportwerk Hamburg und suchten die Champions in den Altersklassen U13, U15, U17 und U19. Erfolgreichste Nation ist Ägypten mit drei Titeln in den Feldern. Jeweils ein Sieg geht nach Kanada, Kolumbien, Indien, Südafrika und Belgien. Maya Weishar (TSC Heuchelhof, U19) wird beste Deutsche auf Platz sieben.

Topgesetzte in der U19 ganz vorne
Ganz vorne landeten in der sogenannten „Königsklasse U19“ die beiden topgesetzten Nachwuchsasse Savannah Moxham aus Belgien bei den Mädchen und Luhann Groenewald aus Südafrika bei den Jungen.

Moxham zeigte ihrer Konkurrenz eindrucksvoll ihre Klasse und gab im gesamten Turnier keinen Durchgang ab. Im Finale hatte sie auch mit der Niederländerin Renske Huntelaar keine Probleme und gewann die Final-Wiederauflage der Dutch Junior Open 2025 überzeugend mit 11:8, 11:9, 11:5. Das „kleine Finale“ entschied Emily Coulcher-Porter (ENG) gegen Maja Maziuk (SUI) für sich.

Der Südafrikaner Groenewald zog durch drei Dreisatzsiege in das Halbfinale gegen den Österreicher Daniel Lutz ein. Nach vier Durchgängen stand Groenewald im Finale. Mit Fabian Seitz aus der Schweiz wartete dort der nächste Europäer auf den Afrikaner: Doch Groenewald zeigte erneut keine Nerven und hatte in drei Sätzen 11:7, 11:6, 11:3 alles klar im Griff. Platz drei ging an Lutz vor Robert Lindner (NED).

Aus deutscher Sicht kam die aktuelle Deutsche Jugend-Einzelmeisterin U19 Maya Weishar nach ihrer Viertelfinal-Niederlage gegen Maziuk auf Platz sieben. Nach verletzungsbedingter Aufgabe von Weishar bei Abschluss der Runde der letzten acht Spielerinnen gab Avery Park im abschließenden Platzierungsduell um Rang sieben zeitlich vor der Deutschen auf, sodass Weishar am Ende Platz sieben belegt.

Ägyptischer Doppelerfolg in der U17
Beide Siege gehen nach Ägypten: Mariam El Mattet beherrschte die Mädchen-Konkurrenz ohne Satzverlust nach Belieben. Im Finale besiegte sie ihre Landsfrau Yara Harfoush. Mit Satzverlusten im Turnierverlauf kam der Sieger Omar El-Tabbakh ins Finale: Dort wusste jedoch der Engländer Gabriel Chak dem variantenreichen Spiel des Ägypters nichts Entscheidendes entgegenzusetzen und verlor in drei Sätzen.

Eine deutsche TOP 10 – Platzierung bei den Mädchen ging an Charlotte Mehnert (vereinslos), Platz 15 geht an Sabrina-Sharona Dinn (SRC Duisburg 1993). Oleksii Bielikov (TSC Heuchelhof) wurde mit Platz 15 im größten Feld der Jungen unter 77 Startern bester Deutscher in dieser Kategorie.

U15: Erneut Ägypten bei den Mädchen, aber Indien bei den Jungen
Starke Dominanz bei den U15-Mädchen für Ägypten, die das gesamte Podest abräumten: Ganz nach vorne kam Sandy Hassan vor der topgesetzten Lana Fathallah. Einen indischen Siegeszeug feierte Shreyansh Jha bei den Jungen. Auf seinem Weg zum Titel warf er im Viertelfinale den topgesetzten Omar Sadek (EGY) in fünf Sätzen aus dem Rennen. Nach Dreisatz-Halbfinalerfolg über Malek Mohamed Abdo (EGY) wartete der Pole Mateusz Lohmann. Nach Verlust des Auftaktsatzes fand Jha immer besser ins Spiel und entschied alle Folgedurchgänge zu seinen Gunsten.
Bester Deutscher wurde Robin Thornton (TSC Heuchelhof) auf Platz 15.

U13: Kanadischer Mädchen-Überraschungserfolg und Jungen-Favoritensieg
Kontinuierlich spielte sich die an Position 9/16 gesetzte Kanadierin Amber Gomaa bei den jüngsten Nachwuchstalenten durch die Runden, ehe ihr die topgesetzte Ägypterin Amy Hassan aus Ägypten im Finale gegenüberstand. Dort ging es hin und her, am Ende gewann Gomaa Satz fünf haushoch 11:1 und holte damit das Match und Platz eins.

Bei den Jungen gab es durch Esteban Suarez den Sieg des Topgesetzten: Auch wenn er im Turnierverlauf mehrere Sätze abgab, so zeigte er im Finale im reinen südamerikanischen Finale gegen Mauricio Trisano (PER) einmal mehr sein Kämpferherz. Suarez schaffte es einen 0:2 Satzrückstand erfolgreich in einen 3:2 Sieg umzuwandeln. Beste Deutsche in dieser Kategorie ist Lea Sophie Gsell (SRC Duisburg 1993) auf Platz elf bei den Mädchen.

Die Übersicht der deutschen Platzierungen in den verschiedenen Feldern:
Mädchen U13:
11. Lea Sophie Gsell, 23. Jasmin Hartmann (beide: SRC Duisburg 1993)
Jungen U13:
36. Jeremiah Jasser Asnaashari (Sportwerk Hamburg), 39. Julian Hennrich (S.C. Yellow Dot Maintal), 40. Gabriel Jasser Asnaashari (Sportwerk Hamburg)
Mädchen U15:
27. Emilia Hartmann (SRC Duisburg 1993)
Jungen U15:
15. Robin Thornton (Königsbrunner SC), 52. Lasse Ruckpaul (Sportwerk Hamburg)
Mädchen U17: 9. Charlotte Mehnert (vereinslos), 15. Sabrina-Sharona Dinn (SRC Duisburg 1993), 21. Dahlia Cherian (1. Bremer SC)
Jungen U17:
15. Oleksii Bielikov (TSC Heuchelhof), 50. David Lee (Sportwerk Hamburg)
Mädchen U19:
7. Maya Weishar (TSC Heuchelhof), 19. Mariam Ayad (Paderborner SC), 26. Hanna Kumberger (Rosenheimer Squashverein)
Jungen U19:
28. Rufus Gebhardt (SC Fit Fun Berlin), 38. Cedric Andersen (Sportwerk Hamburg)
„Die sehr stark besetzten European Junior Open 2025 als eines der ganz großen Jugendturniere in der Welt gehen mit eher durchwachsenen Gefühlen aus deutscher Sicht zu Ende. Bei Maya sollte es aufgrund ihrer Setzung ins Halbfinale gehen. Schade, dass ihr dieser Weg durch eine Viertelfinal Niederlage dieses Mal versperrt blieb. Robin und Oleksii konnten in ihrer mit vielen Spielern gespickten jeweiligen Altersgruppe eine TOP 16 – Platzierung holen, was bei diesen großen Feldern eine ordentliche Leistung ist. Auch Sabrina-Sharona erreichte eine TOP 16 – Platzierung. Ebenso freue ich mich über weitere gute deutsche Ergebnisse von Spielerinnen außerhalb der von mir für dieses Turnier nominierten deutschen Gruppe wie z.B. Lea Sophie Gsell in der U13 oder Charlotte Mehnert in der U17! Der Blick geht nun in Richtung Einzel- und Team WM U19 in Kairo, wo es in Kürze für uns weitergeht“, sagte Bundestrainer Valentin Rapp.

„Die European Junior Open sind durch eine größere Konkurrenz eine noch intensivere Herausforderung als die jährlichen German Junior Open bei uns. Wir konnten das Turnier soweit gut über die Bühne bringen. Ob das Turnier im kommenden Jahr wieder bei uns stattfindet, steht aktuell noch nicht fest. Wir würden uns aber natürlich freuen, in der Vergabe erneut den Zuschlag zu bekommen!“, resümierte Bart Wijnhoven von der ausrichtenden Anlage Sportwerk Hamburg.
„Wir sind sehr zufrieden mit dem Turnier, bei dem wir auch viele neue Spielerinnen und Spieler aus vielen Ländern der Welt begrüßen durften. Ich bin stolz auf das gesamte Organisationsteam. Wir hatten hier bei diesem Jugendturnier zehn offizielle Schiedsrichter mit dabei. Unter der Leitung von Simon Nordstad haben alle einen top Job gemacht! Das Feedback für das Gesamtturnier war durchweg positiv, was uns sehr freut!“, meinte DSQV-Präsident Michael Gäde.
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