Team-EM: Deutschland erreicht Platz vier bei Herren und fünf bei Damen

Eindhoven – Die Deutsche Squash-Nationalmannschaft beendet die Team-Europameisterschaft 2022 (27. bis 30. April 2022) jeweils in der Division 1 im niederländischen Eindhoven auf den Plätzen vier bei den Herren und fünf bei den Damen. Team-Europameister der Damen wurde England, die damit Frankreich ablösen. Bei den Herren verteidigte England seinen Titel. Die letzte ausgetragene Team-Europameisterschaft der Damen und Herren datiert aus dem Jahr 2019.

Die Deutsch Squash-Nationalmannschaft bei den Team EM 2022 – Bild: DSQV – Lennard Jessen

Im Spiel um Bronze gegen Schottland eröffneten der amtierende Einzel-Europameister und vierfache Deutsche Einzelmeister Raphael Kandra (Paderborner SC) und der dreifache Deutsche Vize-Einzelmeister Valentin Rapp (Black&White RC Worms) die Begegnung. Kandra lag an der Topposition gegen Greg Lobban mit 2:0 Sätzen in Front und musste den dritten Durchgang knapp abgeben, ehe Satz vier auch an Lobban ging. Der finale Satz fünf war erneut eine enge Angelegenheit und ging erneut knapp an den Schotten, was einen deutschen 0:1 Rückstand bedeutete. Parallel spielte Rapp gegen Alasdair Prott auf Position vier. Nach zwischenzeitlichem 1:1 Satzausgleich durch Rapp holte sein Kontrahent die Folgesätze und erhöhte damit die Führung auf 2:0 für Schottland. Im dritten Spiel ging der elffache Deutsche Einzelmeister Simon Rösner an den Start. Er gewann in vier Sätzen gegen Alan Clyne und verkürzte damit auf 1:2 aus deutscher Sicht. An Position drei lief der aktuelle Deutsche Vize-Einzelmeister Yannik Omlor (Black&White RC Worms) für Deutschland auf. Er unterlag in vier Sätzen gegen Rory Stewart, sodass im Endergebnis eine 1:3 Niederlage aus deutscher Sicht zu Buche stand.

Simon Rösner (li) gewinnt sein Spiel gegen Alan Clyne – Bild: DSQV – Lennard Jessen

Die deutsche Damen-Nationalmannschaft gewann am Abschlussspieltag gegen die Auswahl aus Schottland mit 2:1 Spielen. Den Grundstein legte dabei die aktuelle zweifache Deutsche Einzelmeisterin Saskia Beinhard (Paderborner SC) gegen Georgia Adderley an Position 1. Nach 0:2 Satzrückstand kämpfte Beinhard sich zurück in die Partie und schaffte es, das Match zu drehen. Sie gewann am Ende mit 13:11 im fünften Satz nach rund 57 Minuten Spielzeit. Den vorzeitigen deutschen Sieg machte die aktuelle Deutsche Vize-Einzelmeisterin Katerina Tycova (SCSports4You!) für Deutschland perfekt: Sie gewann in drei Sätzen gegen Katriona Allen. Das dritte Match zwischen Maya Weishar (Moskitos Waiblingen) und Claire Gadsby wurde daher nicht mehr ausgetragen.

Deutschlands Damen vor dem Match gegen Schottland – Bild: DSQV – Lennard Jessen

„Ich bin mit den gezeigten Leistungen sowohl bei Damen als auch Herren sehr zufrieden. Natürlich ist man enttäuscht, wenn man um eine Medaille spielt und es dann knapp nicht schafft diese zu erreichen. Aber wir sind Sportsmänner genug und gratulieren Schottland, die sich die Bronzemedaille verdient geholt haben. Die Traurigkeit ist demnach relativ schnell verflogen, sodass es nächstes Jahr heißt wieder anzugreifen. Team-EMs sind eng, wo Nuancen den Ausschlag geben können, ob man die Klasse halten kann. Beispielsweise Spanien, die letztes Mal Vize-Mannschaftseuropameister geworden sind und nun gegen den Abstieg spielten. Schwache Mannschaften gibt es in der Division 1 nicht. Das deutsche Halbfinalerreichen ist daher sehr hoch zu bewerten“, sagte Chef-Bundestrainer Oliver Pettke.

„Wir sind über den Sieg gegen Schottland und den damit verbundenen fünften Platz sehr glücklich. Die Niederlage gegen die Niederlande in der Gruppenphase war für uns eine Enttäuschung, wo wir uns mehr von erwartet hatten. Am Freitag haben wir Finnland geschlagen und am Ende mussten wir noch ein Einzelmatch holen zum sicheren Klassenerhalt. Saskia hat an Position eins ein sehr gutes Spiel abgeliefert und in fünf Sätzen gewonnen, was unseren Klassenerhalt in Division 1 bedeutete. Das war eine große Erleichterung, die auch Katerina zu Gute kam. Sie spielte befreit auf und holte damit den vorzeitigen Sieg nach starkem Match für Deutschland. Das Spiel um Position drei fand dann nicht mehr statt. Man muss zwar sagen, dass einige Mannschaften nicht in Bestbesetzung antreten konnten. Aber auch diese Chance muss man auch erst einmal nutzen. Alles in allem ist es ein top Ergebnis für uns. Mit dem nun fünften Platz können wir sehr stolz und glücklich sein. Darauf kann unser Team aufbauen!“, erläuterte Bundestrainer Damen Bart Wijnhoven.

Ergebnisse:
Alle Detail-Ergebnisse gibt es auf der Turnierseite der ESF.

Eine Bildergalerie des letzten Finaltages kann auf der DSQV-Facebookseite eingesehen werden.

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