Squash in Deutschland

Interessante Ergebnisse einer psychologische Studie zu Squash

Psychologische Studie zeigt auf, wie eine fast vergessene Sportart wieder belebt werden kann.

Köln, 12.05.2017

Beim Squash wird ein Gummiball mit einem speziellen Schläger so gezielt gegen die Hallenwand geschlagen, dass der andere Spieler ihn beim Zurückprallen nicht mehr erreichen kann. Das Besondere am Squash ist, dass die Spieler gemeinsam das komplette Spielfeld nutzen und auch die Wände des Raumes miteinbeziehen. Das macht Squash zu einer der schnellsten und vielseitigsten Sportarten, die vom Spieler viel Beweglichkeit, Ausdauer und Taktik fordert. Laut einer Studie der Universität Sydney verlängert sogar Squash das Leben deutlich besser als Schwimmen, Fußball oder Joggen. Umso mehr verwundert es, dass die Verbreitung der Sportart seit Ende der 1990er Jahre stetig abnimmt. Inzwischen finden in den meisten ehemaligen Squash-Anlagen Fitness- oder Spinningkurse statt. Auch Nachwuchs ist heute schwer zu rekrutieren.

Die Kölner Innovations- und Marktforschungsagentur INNCH hat in Kooperation mit promotive e.V. – einem gemeinnützigen Verein, der sich der Förderung von Squash verschrieben hat – Squash nun tiefenpsychologisch untersucht: Was macht die Faszination von Squash aus, welche Gründe gibt es für den Bedeutungsverlust der Sportart, und vor allem: Wie kann man die Begeisterung für den Squash wieder wecken und fördern?

Für die Studie wurden 13 mehrstündige psychologische Tiefeninterviews mit Vereins- und Freizeitspielern durchgeführt, ergänzt durch zahlreiche Gespräche im Umfeld von Squash-Vereinen und Courtbetreibern. Durchführung und Auswertung folgten wissenschaftlich fundierten psychologischen Methoden und wurden ergänzt durch Visual Thinking-Verfahren. Auch wenn die Ergebnisse aufgrund der geringen Fallzahl den Charakter einer ersten Bestandsaufnahme haben, lassen sich bereits grundlegende psychologische Erkenntnisse ableiten.

Squash als Konzentrat

Der Name Squash (englisch für quetschen, zusammendrücken) ist psychologisch Programm: Der Sport verbindet in der Wahrnehmung der Spieler viele positive Eigenschaften auf kleinstem Raum: Effizientes Auspowern, Stressabbau, ein ganzheitliches Training aller Muskeln und Sinne, Taktik und intelligentes Spiel. Nicht zuletzt schafft er den Spielern ein Gefühl von Befreiung – beinahe wie ein Urschrei. Der geschlossene Court unterstützt die konzentrierte Verfassung des Squash-Spiels. Das Betreten des Courts gleicht einem Übergangsritual, dass aus zahmen Büro-Menschen wilde Kämpfer macht, die aber dennoch gentleman-likeund zivilisiert bleiben.

Squash zwischen archaischem Kampf und Gesundheits-Smoothie

Ein genauerer Blick zeigt, dass Squash sehr unterschiedlich gesehen werden kann. Für einige ist die Sportart eine Art archaischer Kampfsport, bei denen „Clans“ (Vereine) ihre Gladiatoren aufeinander loslassen. In diesem Verständnis von Squash herrscht großer Ehrgeiz und Siegeswillen vor. Andere sehen den Sport deutlich entspannter. Sie verbinden mit Squash eher sportlich-gesundheitliche Aspekte. Die archaisch-spielerischen Eigenschaften der Sportart bleiben im Hintergrund und sorgen für den notwendigen spielerischen Spaß. Oft sind dies Spieler, die mit wenig Aufwand etwas für ihre Gesundheit tun wollen, denen aber Fitnessstudio oder Joggen zu langweilig oder zu einsam ist und zu wenig Spaßmacht. Squash ist für sie der perfekte Gesundheits-Smoothie: Das Beste des Sports in konzentrierter Form.

Squash im Wandel des Zeitgeistes

Betrachtet man die Rolle des Sports als Ausdruck des gesellschaftlichen Zeitgeistes,offenbaren sich die Gründe für die abnehmende Relevanz aber auch deutliche Ansatzpunkte für eine Wiederbelebung des Sports: In den 80er und 90er Jahren – der Hochzeit des Squash – sollte Sport einen kurzfristigen, ultimativen Kick bieten, als Ausgleich zum geregelten Alltag und angesichts einer als vergleichsweise sicher erlebten Lebenswelt. Hier passte Squash als archaisch-kämpferischer Sport in die Zeit. Auch Bungeejumping oder Freeclimbing waren – als deutlich extremere Sportarten – ein Ausdruck des damaligen Lebensgefühls.

Die heutige Zeit wird als deutlich unsicherer und unberechenbarer erlebt.Zentrale Motivation für den Sport ist heute nicht mehr der ultimative Kick, sondern eher die Erhaltung der eigenen Fitness und Leistungsfähigkeit. Wenn man nicht weiß, welche Krisen und Herausforderungen die Zukunft bringt,möchte man sich rüsten und möglichst lange körperlich jung bleiben. Squash könnte daher auch heute wieder zur Trendsportart werden – aber nicht als archaischer Gladiatorenkampf, sondern als Gesundheits-Smoothie, der auch noch lecker ist und Spaß macht.

Squash hat Potenzial

Während also für einige die Sportart nicht mehr in die Zeit passt, zeigt die Studie zugleich Ansätze, Squash auch heute wieder „great“ zu machen. Es konnten aus den Studienergebnissen eine ganze Reihe von konkreten Maßnahmen abgeleitet werden, um den Sport wieder trendy und für die heutige Zeit attraktiv zumachen. Die Studienergebnisse und ihre Implikationen werden im Verlauf des Jahres im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in Frankfurt präsentiert werden. Termin und Location werden noch rechtzeitig bekannt gegeben.

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